Wissenschaftler der Universität Augsburg haben einen neuen Biomarker für Blasenkrebs identifiziert. Der Zuckerlipid-Baustein nLc4 lässt sich zuverlässig im Urin von Patienten nachweisen und könnte künftig eine einfachere Diagnose ermöglichen. Die Forschungsergebnisse wurden am Mittwoch vorgestellt und in der Fachzeitschrift „Cell Reports Medicine“ veröffentlicht.
Neuer Ansatz zur Blasenkrebs-Diagnose
Ein Forschungsteam der Universität Augsburg hat nach eigenen Angaben einen bedeutenden Fortschritt in der Diagnostik von Blasenkrebs erzielt. Wie das Team mitteilte, wurde der Zuckerlipid-Baustein mit der Bezeichnung nLc4 im Urin von Patienten zuverlässig nachgewiesen. Die Wissenschaftler sehen darin die Möglichkeit, Blasenkrebs in Zukunft durch einfache Urintests zu erkennen und so invasive Eingriffe wie Blasenspiegelungen zu vermeiden.
Studie mit mehr als 120 Patienten
Die Forscher nutzten eine präzise Analysemethode, bei der Zuckerstrukturen mithilfe von Laser-Licht sichtbar gemacht werden. In einer Studie mit über 120 Patienten zeigte sich, dass der Biomarker nLc4 nicht nur zur Erkennung von Blasenkrebs geeignet ist, sondern auch Hinweise auf die Aggressivität des Tumors geben kann. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden in der Fachzeitschrift „Cell Reports Medicine“ veröffentlicht.
Verzahnung von Grundlagenforschung und Medizin
Studienleiter Falk Büttner betonte die Bedeutung der neuen Erkenntnisse: „Was diese Arbeit besonders macht, ist die enge Verzahnung von biochemischer Grundlagenforschung mit einer medizinisch hochrelevanten Fragestellung“, sagte Büttner laut Mitteilung des Forschungsteams. „Es ist ein schönes Beispiel dafür, wie analytische Präzision und klinische Notwendigkeit Hand in Hand gehen können.“
Die Angaben stammen aus einer Mitteilung der Universität Augsburg.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .