Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat in Berlin den jordanischen König Abdullah II. bin al-Hussein empfangen, um über Hilfsmöglichkeiten für die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen zu beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die humanitäre Situation vor Ort, die Koordination von Hilfslieferungen sowie der weitere Umgang mit der israelischen Regierung.
Gespräche über humanitäre Hilfe für Gaza
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfing am Mittwoch König Abdullah II. bin al-Hussein aus Jordanien in Berlin. Bei einer anschließenden Pressekonferenz betonte Merz die Bedeutung von Hilfslieferungen für die hungernde Bevölkerung des Gazastreifens. Trotz der gemeinsam mit Jordanien koordinierten Luftabwürfe forderte Merz zusätzliche Anstrengungen, insbesondere bei Lieferungen auf dem Landweg. „Wir wissen, dass das, was aus der Luft da geholfen wird, nur wirklich ein ganz kleiner Beitrag sein kann zu dem, was auf dem Landweg notwendig ist“, sagte Merz laut Pressekonferenz.
Forderung an Israel und weitere diplomatische Schritte
Friedrich Merz appellierte an die israelische Regierung, die katastrophale humanitäre Lage in Gaza rasch und konsequent zu verbessern. „Israel muss die katastrophale humanitäre Lage in Gaza schnell und entschieden verbessern. Es muss der leidenden Zivilbevölkerung menschenwürdige, dringend notwendige Versorgung zukommen lassen. Wir begrüßen daher die ersten Schritte, die die israelische Regierung und die Premierminister Netanjahu eingeleitet haben, aber weitere müssen folgen“, so der CDU-Chef.
Konkrete Maßnahmen, um den Druck auf Israel zu erhöhen, stellte der Kanzler zunächst nicht in Aussicht. „Wir behalten uns selbstverständlich weitere Beratungen und auch weitere Beschlussfassungen dazu vor“, sagte Merz auf der Pressekonferenz. Zudem kündigte er eine mögliche diplomatische Initiative an: „Wir werden wahrscheinlich am Donnerstag der nächsten Woche die drei Außenminister bitten, aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland gemeinsam nach Israel zu reisen und die Position der drei Staaten der drei Regierungen vorzutragen.“
Jordanische Perspektive und Appell für Waffenstillstand
König Abdullah II. bin al-Hussein dankte Deutschland für seine humanitäre Unterstützung in Gaza und forderte einen Waffenstillstand. Er hob hervor, dass Jordanien trotz seiner geringen Größe weltweit das Land sei, das die drittmeisten Abwürfe humanitärer Art seit dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt habe. „Ich sehe auch, dass das nicht die effizienteste Vorgehensweise ist, aber es ist etwas, das wir machen können“, sagte bin al-Hussein. Damit wolle Jordanien auch Druck auf Israel ausüben, das Leid der Bevölkerung im Westjordanland zu beenden.
Die Aussagen der beiden Staatsoberhäupter unterstreichen das internationale Bemühen um eine Verbesserung der Lage im Gazastreifen sowie die laufenden diplomatischen Anstrengungen gegenüber der israelischen Regierung.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .