Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei einem Auftritt vor Unternehmern in Halle (Saale) erneut eine höhere Arbeitsleistung in Deutschland gefordert. Er wandte sich gegen Vorstellungen von einer ausgeprägten Work-Life-Balance und einer Vier-Tage-Woche und sprach sich für mehr Arbeitsstunden und niedrigere Steuern aus.
Merz kritisiert Work-Life-Balance und 4-Tage-Woche
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erneuerte am Mittwoch vor Unternehmern in Halle (Saale) seine Forderung nach einer stärkeren Arbeitsleistung der Deutschen. „Mit Work-Life-Balance und 4-Tage-Woche lässt sich der Wohlstand in unserer Gesellschaft nicht erhalten“, sagte Merz laut Mitteilung vor den Unternehmern.
Unter Bezug auf ein höheres Renteneintrittsalter betonte der Kanzler, nicht das ganze Land bestehe „aus Dachdeckern und Fliesenlegern“. Es gebe genügend junge und gesunde Menschen, die mehr arbeiten könnten. Deutschland müsse mit mehr Arbeit zu einer höheren volkswirtschaftlichen Leistung kommen.
Vergleich mit der Schweiz und Kritik an hohen Steuern
Merz verwies in seiner Rede zudem auf einen Vergleich mit der Schweiz. Die Schweizer würden eine höhere Arbeitsleistung ebenfalls erreichen, und er könne „keine tiefgreifenden genetischen Unterschiede“ erkennen. Deutschland sei im Übrigen ein „Hochsteuerland“ und die Steuern müssten gesenkt werden, sagte der Kanzler. Zugleich seien auch die Arbeitskosten zu hoch.
Verhaltene Hoffnung für die wirtschaftliche Entwicklung
In Bezug auf die aktuelle wirtschaftliche Lage zeigte sich der Kanzler nach mehreren Jahren Rezession verhalten hoffnungsvoll für das Jahr 2026. Die Inflationsrate sei unter zwei Prozent gesunken und es würden neue Arbeitsplätze in neuen Unternehmen entstehen, auch wenn anderswo Jobs verschwänden, so der Kanzler. Jetzt müsse man das Land „wieder fit machen, wieder wettbewerbsfähig machen“, sagte Merz.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .