CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann spricht sich für Jens Spahn als neuen Unionsfraktionschef im Bundestag aus und fordert eine selbstbewusstere Rolle der Partei. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ betont er die Notwendigkeit, eigene Akzente zu setzen und benennt zentrale politische Vorhaben für eine mögliche Regierung unter Friedrich Merz.
Unterstützung für Jens Spahn als Fraktionschef
Carsten Linnemann (CDU), CDU-Generalsekretär, hat in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ seine Unterstützung für Jens Spahn als möglichen Unionsfraktionschef bekundet. „Jens Spahn scheut keine Auseinandersetzung, kennt sich in sehr vielen Themen gut aus und verfügt über große Erfahrung“, sagte Linnemann laut der „Süddeutschen Zeitung“. Sollte Spahn die Fraktion führen, habe er seine „volle Unterstützung“.
Positives Urteil über SPD-Politikerinnen
Angesprochen auf die Koalitionsverhandlungen und die Zusammenarbeit mit der SPD äußerte sich Carsten Linnemann ebenfalls lobend über zwei SPD-Politikerinnen. „Ich war sehr positiv überrascht von Manuela Schwesig und Bärbel Bas. Ich mag Politiker, die nicht als erstes fragen, was die Parteien wollen und wie man das zusammenbringen kann. Sondern die sich als erstes fragen, was das Land braucht. Schwesig und Bas waren sehr an der Sache orientiert. Wir kamen schnell zu guten Lösungen“, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ Linnemann.
Forderung nach eigenständigerer CDU
Im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ betonte Carsten Linnemann, dass die CDU eine eigenständigere Rolle einnehmen müsse als in der Ära Merkel. „Natürlich muss die Partei den Kanzler und die Regierung unterstützen“, sagte der CDU-Politiker. „Aber die Partei muss der Regierung auch mal einen Schubs geben.“ Er erinnerte daran, dass Friedrich Merz dies in der Vergangenheit selbst gefordert habe. „Die CDU ist keine Außenstelle der Regierung“, sagte Linnemann weiter. „Wir dürfen als Partei das Denken nicht wieder verlernen, brauchen als Partei auch mal eigene Hits, müssen auch mal eigene Akzente setzen und einen Schritt vorangehen.“
Prioritäten für eine mögliche Regierung Merz
Auf die Frage, welche drei Dinge eine Regierung unter Friedrich Merz als Erstes anpacken müsse, antwortete Carsten Linnemann laut „Süddeutscher Zeitung“: „Erstens müssen wir die illegale Migration stoppen – wir müssen die freiwilligen Aufnahmeprogramme beenden und den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte.“ Zweitens solle man „die neuen Mega-Abschreibungen für Unternehmen auf den Weg bringen und die Energiekosten senken“. Zudem müsse die Aktivrente durchgesetzt werden, wobei er sich dort persönlich engagieren wolle. „Diese Themen würde ich sofort auf die Schiene bringen, damit die Menschen schnell sehen, dass sich wirklich etwas ändert“, erklärte Linnemann.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .