Der Deutsche Landkreistag fordert Bund und Länder auf, die Finanzierung des Deutschlandtickets auch künftig sicherzustellen. Angesichts eines kommunalen Defizits von fast 25 Milliarden Euro müssten die Kommunen von der Last der Finanzierung befreit werden, so DLT-Präsident Achim Brötel.
Finanzierungsverantwortung des Bundes und der Länder
Achim Brötel, Präsident des Deutschen Landkreistags (DLT), äußerte sich in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe kritisch zur aktuellen Finanzierung des Deutschlandtickets. „Wir erwarten, dass Bund und Länder das Ticket finanzieren, sollte dieses weiterhin politisch gewollt sein“, sagte er. Eine Belastung der Kommunen sieht Brötel in dieser Angelegenheit als inakzeptabel an: „Die Politik darf die Kommunen bei der Finanzierung des Deutschlandtickets nicht im Regen stehen lassen.“
Hohes kommunales Defizit
Angesichts eines kommunalen Defizits von fast 25 Milliarden Euro sei es ausgeschlossen, dass das Deutschlandticket für Landkreise und Städte zu einem Zuschussgeschäft werde, erläuterte Brötel weiter. Schon seit der Einführung stehe das Ticket unter kritischer Beobachtung seitens des DLT. „Wir haben das Ticket von Anfang an sehr kritisch gesehen, nun realisiert sich immer mehr, dass es eine teure Angelegenheit ist.“
Problematik in ländlichen Räumen
Eine weitere Kritik von Achim Brötel betrifft die Umsetzung des Deutschlandtickets in ländlichen Gebieten. Das Ticket halte dort nicht, was es verspreche. „Man könne nicht ‚einen politischen Preis ins Schaufenster stellen und anschließend überlegen, ob es auch ein Angebot dafür gibt‘.“ Derzeit finanzieren Bund und Länder das Deutschlandticket zu gleichen Teilen, für 2025 stellen sie jeweils 1,5 Milliarden Euro bereit.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .