Der Deutsche Kulturrat zeigt sich überrascht von der Nominierung des Journalisten und Medienunternehmers Wolfram Weimer als neuen Kulturstaatsminister der schwarz-roten Bundesregierung. Geschäftsführer Olaf Zimmermann mahnt Erfahrungen in der Kulturpolitik sowie Durchsetzungsfähigkeit im neuen Amt an und äußert sich auch zu den im Vorfeld diskutierten Personalien.
Überraschende Wahl zum Kulturstaatsminister
Die Nominierung von Wolfram Weimer als neuer Kulturstaatsminister in der künftigen Bundesregierung ist beim Deutschen Kulturrat auf Verwunderung gestoßen. Geschäftsführer Olaf Zimmermann äußerte am Montag im Interview mit Radio3 vom RBB: „Wir müssen jetzt hoffen. Wir haben ihn nicht auf unserer Ideenskizze gehabt. Er ist jemand, der aus dem Hut gezaubert wurde und er hat eben bisher noch nicht im kulturpolitischen Bereich gearbeitet. Das heißt: Alles ist möglich.“
Forderungen an den neuen Amtsinhaber
Zimmermann stellte zudem klare Erwartungen an Weimer im Hinblick auf die besonderen Herausforderungen des Amts: „Der Kulturbereich steht ja gerade unter enormem Druck. Wir brauchen jemanden, gerade in diesem Amt des Kulturstaatsministers, der auch wirklich stark und durchsetzungsfähig ist. Und daran wird Herr Weimer sich jetzt messen lassen müssen, wie stark und durchsetzungsfähig er ist.“
Diskussion um die Personalie Chialo
Vor der Entscheidung war in Medien und Kulturbetrieb spekuliert worden, ob Berlins Kultursenator Joe Chialo (CDU) das Amt des Kulturstaatsministers übernehmen könnte. Zimmermann kann nachvollziehen, dass die Wahl nicht auf Chialo fiel: „Joe Chialo ist nicht sehr erfolgreich gewesen mit dem, was er gemacht hat. Und dabei ging es noch nicht mal so sehr darum, was er gemacht hat, sondern da ging es ganz besonders auch darum, wie er es gemacht hat.“
Weimers beruflicher Hintergrund und die Aufgaben des Amtes
Der 60-jährige Weimer gründete 2003 das Berliner Magazin „Cicero“, das er bis 2010 leitete. Anschließend war er bis 2012 Chefredakteur des Magazins „Focus“. Das Amt des Kulturstaatsministers umfasst ein breites Aufgabenfeld: Es reicht von der Kunst- und Kulturförderung über Denkmalschutz, Filmwirtschaft und Medien bis hin zur Erinnerungskultur.
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