Spätestens jetzt, wo es auch in unseren Breiten in der Nacht empfindlich kalt wird, ist es Zeit für die Kraniche ihren Weg nach Süden fortzusetzen. In großen Gruppen sieht und hört man die großen Zugvögel nun am Himmel über der Hasestadt.

Die nun über Osnabrück ziehenden Kraniche hatten sich vermutlich zuvor – auf ihrem Weg aus Skandinavien und dem Baltikum kommend – in der Diepholzer Moorniederung versammelt. Etwas nördlich vom Dümmer zählte der NABU in der zweiten Oktoberwoche die stolze Zahl von 20.533 rastenden Kranichen. Andere beliebte Rastplätze sind an der Ostsee und bei Berlin.
Auf ihrem Weg weiter gen Süden geht es dann meist via Hessen nach Frankreich, bis sie dann ihr Überwinterungsziel, die westspanische Provinz Estremadura erreicht haben.

Kraniche tröten, Wildgänse schnattern

Die Formation und der Geräuschpegel der ziehenden Kraniche erinnert an den Flug der Wildgänse, doch das „Tröten“, mit dem der Kontakt untereinander auch bei Nacht und Nebel gehalten wird, unterscheidet die Kraniche deutlich von den Wildgänsen, die sich eher schnatternd durch die Lüfte bewegen.

Ein Wiedersehen mit den großen Vögeln, die auch das Logo der Lufthansa zieren, gibt es ab Ende Februar wieder.
Allerdings bleiben auch zahlreiche Kraniche den Winter über in Deutschland. Vor allem die Kraniche aus Skandinavien und Osteuropa zieht es zur Wintersonne weiter nach Spanien.