Ein früherer Erster Bürgermeister von Hamburg und Ex-Bundesbildungsminister äußert Enttäuschung über die Entwicklung des BSW. Zugleich würdigt er Positionen in Friedenspolitik und Migration und warnt vor einer weiter wachsenden AfD.
Dohnanyi kritisiert Entwicklung des BSW
Ehemaliger Erster Bürgermeister von Hamburg und Ex-Bundesbildungsminister Klaus von Dohnanyi (SPD) hat sich enttäuscht gezeigt über die Entwicklung des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). „Ich bedauere, dass Frau Wagenknecht ihre Position nicht richtig ausgebaut hat“, sagte Dohnanyi der „Welt“ (Freitagausgabe).
„Sie verbindet zwei Dinge: Sie ist einerseits in der Lage, im Osten Deutschlands zum Teil die AfD einzufangen. Das hat sie ja auch gemacht. Und sie verbindet das zum anderen mit einer vernünftigen Friedenspolitik, die ich mit ihr teile“, sagte Dohnanyi der „Welt“ (Freitagausgabe).
Positionen zu Friedenspolitik und Migration
Auch beim Thema Migration habe das BSW Positionen vertreten, die er im Grundsatz teilen könne. „Da hatte Frau Wagenknecht gewisse Ansätze. Leider ist es ihr nicht so gelungen, wie ich mir das gewünscht hätte“, sagte Dohnanyi der „Welt“ (Freitagausgabe).
Unsicherheit über BSW-Zukunft und Warnung vor AfD
Wie es mit dem BSW weitergeht, könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. „Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass die AfD weiterhin wächst und sie in manchen Umfragen auf gleicher Höhe mit der Union steht“, so der ehemalige SPD-Politiker der „Welt“ (Freitagausgabe). „Da fehlt nicht mehr viel. Ein paar schwierige Situationen wirtschaftlicher Art in Deutschland, und die Partei könnte stärkste Kraft werden. Das bedauere ich außerordentlich, und dem muss man so weit wie möglich entgegenwirken“, so Dohnanyi der „Welt“ (Freitagausgabe).
Ebenso wenig wie die weitere Entwicklung des BSW lasse sich vorhersagen, was es für Deutschland bedeuten würde, sollte die AfD tatsächlich bundesweit stärkste Kraft werden. „Auf jeden Fall wäre es aus meiner Sicht keine gute Entwicklung für unser Land“, so Dohnanyi der „Welt“ (Freitagausgabe).
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .