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Keine Erfolge beim Job-Turbo für Geflüchtete aus der Ukraine

Drei Monate nach dem Start des „Job-Turbos“-Programms zur schnelleren Integration von Geflüchteten aus der Ukraine auf dem Arbeitsmarkt, hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) noch keinen nennenswerten Erfolg verzeichnet. Laut einem aktuellen Bericht weisen insbesondere die Abgangsraten ukrainischer Staatsbürger aus der Arbeitslosigkeit eine rückläufige Tendenz auf.

Die aktuellen Arbeitsmarktentwicklungen

Nach dem aktuellen Lagebericht der BA, den „Rheinische Post“ in ihrer Freitagausgabe zitiert, ist die Rate ukrainischer Frauen, die aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung wechseln, von 1,7 Prozent im Vorjahr auf durchschnittlich 1,2 Prozent im Januar 2024 gesunken. Bei den Männern sank die Rate im selben Zeitraum von 3,4 auf 2,4 Prozent.

Ursachen der Entwicklung

Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied und Sonderbeauftragter der BA für den „Job-Turbo“, führt die rückläufigen Zahlen auf die aktuell schwächere Konjunktur zurück: „Die Arbeitslosenzahl insgesamt hat sich im Januar gegenüber dem Vorjahr um fast 200.000 erhöht. Da ist es schon positiv zu sehen, wenn die Arbeitslosigkeit bei der schwächsten Gruppe am Arbeitsmarkt – und das sind unter anderen Geflüchtete ohne fließende Deutschkenntnisse – nicht merklich steigt“, wird er von der Zeitung zitiert.

Die Situation der ukrainischen Geflüchteten

68 Prozent der Geflüchteten aus der Ukraine sind Frauen. Terzenbach weist darauf hin, dass diese Gruppe vor besonderen Herausforderungen steht: „Jede dritte Frau aus der Ukraine ist alleinerziehend, viele finden nur sehr schwer Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Deshalb ist ihre Integration in den Arbeitsmarkt häufig schwerer als bei männlichen Geflüchteten“, erklärt er.

Qualifikationsniveau und Aussichten

Trotz der aktuellen Herausforderungen sind die ukrainischen Geflüchteten im Vergleich mit den acht wichtigsten Asylherkunftsländern – Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien – deutlich besser qualifiziert. Während 68 Prozent der Geflüchteten aus diesen Ländern nur für Helfertätigkeiten in Frage kommen, stuft die BA die Ukrainer zu 100 Prozent als Fachkräfte ein.

Trotzdem gibt es laut Terzenbach auch bei den Ukrainern Probleme mit der Anerkennung formaler Abschlüsse und oftmalig unzureichenden Deutschkenntnissen. Doch er sieht einen positiven Trend: „Wir haben derzeit rund 2,4 Millionen Geflüchtete im erwerbsfähigen Alter in Deutschland, davon etwa 840.000 aus der Ukraine. Insgesamt gehen 750.000 Geflüchtete bereits einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, allein aus der Ukraine etwa 170.000. Es geht also in die richtige Richtung“, so Terzenbach.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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