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Italien auf dem Weg zur “Energiedrehscheibe für ganz Europa”

Italien könnte sich nach Ansicht der Deutsch-Italienischen Handelskammer (AHK) zu einer zentralen “Energiedrehscheibe für ganz Europa” entwickeln. Der unterzeichnete Aktionsplan und Projekte wie der “SoutH2-Korridor” sollen dazu beitragen, die Energieversorgung in Europa sicherzustellen und die Beziehungen zu nordafrikanischen Ländern zu stärken.

Energiedrehscheibe Europas

Jörg Buck, Chef der von der deutschen Regierung geförderten AHK, äußerte sich diesbezüglich gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur “Agenzia Nova”. Er sieht den Aktionsplan, der während des Regierungsgipfels am 22. November verabschiedet wurde, als gute Basis für Italiens Rolle als Energieknotenpunkt in Europa. “Es wird Treffen in vielen Formaten geben, auf der Ebene der Außenpolitik, der Verteidigung und der Sicherheit”, sagte Buck.

SoutH2-Korridor als Schlüsselprojekt

Entscheidend für die geplante wirtschaftliche Zusammenarbeit ist das Projekt “SoutH2-Korridor”. Es handelt sich dabei um eine Initiative von Italien, Österreich und Deutschland, die faktisch die Schaffung eines südlichen Gas- und Wasserstoffkorridors in der EU vorsieht. Beteiligt sind vier große europäische Betreiber: Snam aus Italien, TAG und GCA aus Österreich und Bayernet aus Deutschland. “Der Vorteil des SoutH2-Korridors besteht darin, dass die Infrastruktur bereits vorhanden ist”, so Buck.

Stärkung der Beziehungen zu Nordafrika

Deutschland und Italien als zwei Industriegiganten Europas haben die Aufgabe, die Energieversorgung sicher zu stellen. “Dank dieses Projekts wird es möglich sein, die wirtschaftlichen und strategischen Beziehungen zu den Ländern Nordafrikas zu stärken und die Wertschöpfungskette zu verteilen: Es wird möglich sein, nach Möglichkeit grüne Energie zu produzieren und diese anschließend nach Mitteleuropa zu bringen”, prognostiziert der Chef der AHK. Die 3.300 Kilometer lange Fernleitung soll eine Kapazität von über vier Millionen Tonnen pro Jahr haben und damit 40 Prozent der EU-Importziele für 2030 erfüllen können.

mit Material von dts Nachrichtenagentur
mit Material von dts Nachrichtenagentur
Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

  

   

 

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