Am Mittwochnachmittag (1. Oktober) wurde am Osnabrücker Hauptbahnhof ein neues Kunstwerk enthüllt. Der „Homo Mobilis“, erschaffen von Bildhauer Stephan Balkenhol, repräsentiert den Drang des Menschen nach Bewegung, und hat somit am Hauptbahnhof einen passenden Standort gefunden.
„Eine Bereicherung für die ganze Stadt“
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter bedankte sich zunächst bei der Stiftung Kunst und Kultur, der Deutschen Bahn, und auch den vielen Sponsoren für die Unterstützung, die das Projekt überhaupt möglich gemacht hat. „Kunst im öffentlichen Raum ist eine Bereicherung nicht nur für den Bahnhof und die hier Wartenden und Ankommenden, sondern auch für die ganze Stadt.“ Das neue Kunstwerk sei also ein ganz besonderes Geschenk, das Stephan Balkenhol und die Stiftung Kunst und Kultur der Stadt übergeben.
Anne-Marie Großmann, Geschäftsführerin der Georgsmarienhütte Holding GmbH erinnert sich noch an die große Frage, die sie sich zu Anfang des Projektes gestellt hatten: „Warum kommt nach den ersten Stationen in Berlin, Frankfurt und Kassel Osnabrück auf die Agenda?“ Und diese Frage beantwortet sie ganz gezielt: Osnabrück ist eine Stadt im Wandel mit dem Anspruch zu wachsen. Und genau das soll mit dem „Homo Mobilis“ verkörpert werden, denn er zeige den Drang des Menschen nach Bewegung, um weiterzukommen.

Kunst bringt die Gesellschaft zusammen
Doch der „Homo Mobilis“, der Mann auf dem Pedalo, sei nicht nur körperlich, sondern auch geistig in Bewegung, erklärt Walter Smerling von der Stiftung für Kunst und Kultur. „Kunst im öffentlichen Raum macht Sie alle zu Mitarbeitern der Künstler“, sagt Smerling. Mit einem simplen weißen Hemd, schwarzer Hose und einem Allerweltsgesicht stellt das Kunstwerk jemanden dar, der jeder von uns sein könnte, und mit dem sich jeder von uns identifizieren könnte. Und so gibt auch jeder dem „Homo Mobilis“ eine andere Bedeutung, denn jedem steht es zu Kunst frei für sich zu interpretieren. Smerling unterstreicht auch den generellen Wert von Kunst im öffentlichen Raum: „Kunst im öffentlichen Raum ist der Hummus unserer Kultur.“ Kunst bringe Menschen zusammen, führe zu Gesprächen und auch zu Auseinandersetzungen, und das sei ein wichtiger Teil der Kultur, damit neue Ideen entstehen können. Und diese Gespräche und Ideen soll der „Homo Mobilis“ nach Osnabrück bringen.
Nach Osnabrück als vierte Station sollen noch zwölf weitere Bahnhöfe im Rahmen des Projektes „Station to Station“ ein besonderes Kunstwerk erhalten.
