Der US-Historiker Timothy Snyder sieht angesichts der politischen Lage in den Vereinigten Staaten eine besondere Verantwortung für Deutschland. In einem Interview betonte er die Bedeutung Deutschlands als stabile Demokratie und kritisierte die Entwicklungen unter Präsident Donald Trump. Die Aussagen tätigte Snyder gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe).
Snyder lobt Deutschlands Rolle in der Welt
Timothy Snyder, US-Historiker, hat in einem Interview die derzeitige politische Situation in den USA thematisiert und dabei die Rolle Deutschlands hervorgehoben. „Dieser Moment ist eine Chance für Deutschland, denn Deutschland ist im Moment vielleicht die wichtigste funktionierende Demokratie der Welt“, erklärte Snyder in der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe).
Umzug nach Kanada nicht wegen Trump
Der bekannte Holocaustforscher äußerte sich auch zu seinem viel beachteten Umzug von den USA nach Kanada. Entgegen vielfacher Spekulationen betonte Timothy Snyder, dass der neue US-Präsident nicht ausschlaggebend für seinen Weggang gewesen sei: „Die Leute fliehen vor Trump. Aber ich bin nicht weggelaufen.“ Sein Wechsel von der Yale University nach Toronto hatte im März für Aufmerksamkeit gesorgt.
Scharfe Kritik an der US-Regierung
Trotzdem übte Timothy Snyder deutliche Kritik an der Politik der US-Regierung unter Donald Trump. Er monierte vor allem mangelnde Aufarbeitung der Ereignisse von 9/11: „Amerika habe keine Lehren aus den Folgen der Anschläge von 9/11 gezogen.“ Mit Blick auf den Kurs der jeweiligen US-Administrationen ergänzte er: „So schrecklich die Reaktionen der Bush-Regierung waren, die Trump-Regierung wird wahrscheinlich noch viel radikaler sein“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“.
Die Aussagen Snyders werfen ein Schlaglicht auf die politische Lage in den USA und unterstreichen zugleich die Bedeutung Deutschlands auf der internationalen Bühne, so die „Süddeutsche Zeitung“.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .