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Hausärzte warnen Ampel vor Abschaffung der Telefon-Krankschreibung

Hausärzte warnen vor einer Abschaffung der Krankschreibung per Telefon und sehen darin ein bewährtes Mittel zur Entlastung der Praxen und zum Schutz der Patienten. Verbandschef Markus Beier kritisiert die Forderungen von Arbeitgebern als unbegründet und fordert von der Politik, sich an Fakten zu orientieren.

Hausärzteverband verteidigt Telefon-AU

In der Debatte um die Höhe des Krankenstandes in Deutschland haben die Hausärzte die schwarz-rote Koalition davor gewarnt, die Krankschreibung per Telefon wieder abzuschaffen. „Alle bisherigen Auswertungen der Krankenkassen bestätigen, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu einem höheren Missbrauch bei Krankschreibungen führt“, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND).

„Wer die telefonische Krankschreibung abschafft, der trägt die Verantwortung dafür, dass sich in Zukunft wieder unzählige Patientinnen und Patienten ohne Not in die Praxen schleppen müssen“, mahnte der Mediziner. Beier sprach von einem bewährten Instrument zum Bürokratieabbau. „Sie entlastet unsere Praxen und schützt unsere Patientinnen und Patienten vor Ansteckungen im Wartezimmer“, sagte er dem RND und versicherte: „Sie ist kein regelfreier Raum, wie gerne behauptet wird.“

Kritik an Arbeitgeberforderungen

Der Verbandschef warf den Arbeitgebern vor, deren Forderung nach Abschaffung der Telefon-Krankschreibung habe keine belastbare Grundlage. „Es bleibt nur zu hoffen, dass die Politik sich an die Fakten hält, statt auf das Arbeitgebermärchen hereinzufallen“, sagte er. Beier stellte klar, dass es für die Krankschreibung per Telefon klare Regeln gebe. So müssten die Patienten in der Praxis persönlich bekannt sein. Die Krankschreibung dürfe zudem maximal fünf Tage lang sein.

Langzeitkrankheiten im Fokus

Probleme sieht Beier nicht bei den kürzeren Krankschreibungen, zum Beispiel wegen Atemwegserkrankungen, sondern bei längeren Ausfällen. „Diese Pseudo-Debatte lenkt von den wirklichen Problemen ab“, mahnte er. Langzeitkrankschreibungen von mehr als sechs Wochen machten zwar nur 3,5 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle aus, verursachen aber über 40 Prozent der Fehlzeiten. „Wer die Fehlzeiten in Deutschland wirklich reduzieren will, muss bei einer effizienten und therapeutisch sinnvollen Wiedereingliederung ansetzen“, mahnte er. Dazu müsse das sogenannte Hamburger Modell zur schrittweisen Rückkehr in den Arbeitsalltag dringend reformiert werden und verbindlich für alle Arbeitgeber in Deutschland gelten, fordert der Verbandschef.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
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Die HASEPOST-Redaktion liefert täglich aktuelle Nachrichten für Osnabrück und die Region. Dieser Artikel basiert auf Basismaterial der dts Nachrichtenagentur, das – sofern gekennzeichnet – durch KI bearbeitet wurde. Der Artikel wurde von unserer Redaktion geprüft, inhaltlich bearbeitet und gegebenenfalls um lokale Aspekte oder weiterführende Informationen aus anderen Quellen ergänzt.
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