Gute Nachricht des Tages: Mehrere Projekte der Universität Osnabrück durch Programm „Wissenschaftsräume“ gefördert

Mehrere Projekte der Universität Osnabrück haben am Freitag (26. April) den Zuschlag für das Förderprogramm „Wissenschaftsräume“ des Landes Niedersachsen und der VolkswagenStiftung erhalten. Die Universität Osnabrück konnte mit einem eigenen Antrag überzeugen und ist Kooperationspartnerin in vier weiteren Verbundprojekten.

„Wissenschaftsräume“ ist eine Förderlinie, die die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, aber auch mit außeruniversitären Einrichtungen stärken soll. Dazu stellt das Programm „zukunft.niedersachsen“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) und der VolkswagenStiftung insgesamt 45,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Erfolg für die Osnabrücker Migrationsforschung

Vom großen Fördererfolg betroffen ist unter anderem die Osnabrücker Migrationsforschung: Der Wissenschaftsraum „Zukünfte der Migration (FuturMig)“ unter Leitung der Universität Osnabrück wird in den kommenden fünf Jahren mit knapp 3 Millionen Euro gefördert. Beteiligt sind die Universität Göttingen, die Universität Hildesheim, das Leibniz-Institut für Bildungsmedien/Georg-Eckert-Institut und das Museum Friedland. Nachdem bereits Ende letzten Jahres der Sonderforschungsbereich „Produktion von Migration“ am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) eingerichtet werden konnte, festigt der jetzige Erfolg die Universität Osnabrück als Standort für Spitzenforschung im Bereich Migration.

„Wie sahen und sehen migrationsbezogene Zukunftsszenarien aus? Welche gesellschaftlichen Fortschritte und welche Ängste werden mit Migration assoziiert? Welche Vorstellungen gibt es, die Migrationsgesellschaft solidarisch und nachhaltig zu gestalten? Das sind Fragen, mit denen sich die beteiligten Kooperationspartner auseinandersetzen werden“, erklärt die Direktorin des IMIS, Prof. Dr. Helen Schwenken. „Der Fokus unserer Forschung wird auf der Produktion von ‚Migrationszukünften‘ in Bildungskontexten liegen – von vorschulischen Einrichtungen, Schulen und Hochschulen bis zu zivilgesellschaftlichen Initiativen, Museen und Gedenkstätten. Mit der thematischen Fokussierung auf ‚Migrationszukünfte‘ wird an den Partnerinstituten ein neuer Schwerpunkt etabliert, der eigene Forschung umfasst und weitere Forschungsvorhaben neu bündeln und in den Verbund einbringen kann.“

Die weiteren Kooperationsprojekte sind:

  • Der Wissenschaftsraum „Sozial- und Bildungsinfrastruktur: Sozialpädagogisches Prozessieren von Kindheiten (SOBIS)“ unter Beteiligung der Uni Osnabrück analysiert, wie die Sozial- und Bildungsinfrastruktur gegenwärtig Kindheiten und den Alltag von Kindern mitgestaltet und welche pädagogischen Herausforderungen sich aus den organisatorischen Verflechtungen und Übergängen im sozialen Prozessieren von Kindheiten ergeben. Der Antrag wurde mit 2,8 Millionen Euro gefördert.
  • Die Universität Osnabrück ist als Kooperationspartnerin auch am Antrag „Future Trends in Education“ beteiligt. Das Projekt untersucht, wie Schulen zur Förderung von Demokratiekompetenz und Bildung für nachhaltige Entwicklung beitragen können. Die Herausforderung besteht darin, Schule und Unterricht so zu entwickeln, dass alle Schülerinnen und Schüler befähigt werden, reflektiert zu handeln, sich gesellschaftlich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. Die Fördersumme beträgt knapp 3 Millionen Euro.
  • Das Forschungsprojekt „Nachhaltigkeitsgovernance globaler Wertschöpfungsketten“ wird ebenfalls von der Universität Osnabrück unterstützt. Ziel der Forschung ist es, die Wirkungen, Potenziale und Grenzen der Nachhaltigkeitsgovernance globaler Wertschöpfungsketten zu verstehen. Dazu gehören die Analyse von Lieferkettengesetzen und anderen Regulierungen, die Entwicklung alternativer Gestaltungsvorschläge und die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die beteiligten Akteursgruppen. Insgesamt stehen für das Projekt knapp 3 Millionen Euro zur Verfügung.
  • Die Universität Osnabrück ist außerdem Verbundpartnerin im Projekt „Verhaltensökonomik und gesellschaftliche Transformation“. Der Wissenschaftsraum untersucht, wie verschiedene Transformationsprozesse unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen beeinflussen. Im Fokus stehen dabei die durch Transformation ausgelösten Verhaltensänderungen und ökonomischen Veränderungen sowie deren Wechselwirkungen. Der Verbund wird mit 2,4 Millionen Euro gefördert.

Die Förderinitiative „Wissenschaftsräume“ ermöglicht es Hochschulen, durch die Zusammenarbeit in Wissenschaftsräumen ihre Standorte in Forschung, Lehre und Transfer zu stärken. In den Verbünden können institutionelle Grenzen überwunden und wichtige Zukunftsthemen gemeinsam erforscht werden. Bei der Auswahl waren insbesondere die Aktualität und der Innovationsgrad sowie die Verzahnung von Lehre und Forschung und die Praxistauglichkeit des eingereichten Konzepts von Bedeutung.

Weitere Informationen zu den Bewilligungen gibt es hier.


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