Die Grünen äußern Bedenken hinsichtlich der politischen Ausrichtung des neuen Unionsfraktionsvorsitzenden Jens Spahn. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) warnte Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge vor einer möglichen Abkehr der CDU von der politischen Mitte. Auch SPD-Politiker Dirk Wiese zeigte sich überrascht über Spahns Aufstieg innerhalb der Union.
Grüne sorgen sich um Kurs der CDU
Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge äußerte sich in der Freitagsausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ besorgt über die aktuelle Entwicklung in der CDU. „Wir beobachten die Ausrichtung von Jens Spahn mit Sorge“, sagte Dröge der FAZ. Sie verwies darauf, dass Spahn eine „Faszination“ für die Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump habe und enge Kontakte zur republikanischen Partei in Amerika pflege. „Das ist ein Weg, der die CDU weg aus der Mitte führen würde. Dieser Kurs darf sich in der Union nicht durchsetzen“, so Dröge weiter gegenüber der FAZ.
Richterwahl als besonderer Kritikpunkt
Der Anlass für die Kritik war unter anderem der Umgang von Spahn mit der Kandidatur von Frauke Brosius-Gersdorf für das Bundesverfassungsgericht. Laut Katharina Dröge habe die Union dem Protest gegen die Kandidatin „so schnell“ nachgegeben, „nur weil es eine rechte Kampagne gibt“. Sie gab in der FAZ zu bedenken: „Da kann über die Richterwahl hinaus noch so viel mehr kaputtgehen, wenn das öfter passiert.“
SPD sieht Spahns Aufstieg kritisch
Auch Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, äußerte sich in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu Spahns neuer Position. „Ich war schon überrascht, dass Friedrich Merz den Fraktionsvorsitz Jens Spahn überlassen hat.“ Wiese räumte ein, dass dies in der Debatte um die Kanzlernachfolge von Merz eine Rolle spielen könne. Abschließend betonte der SPD-Abgeordnete gegenüber der FAZ: „Aber das ist Sache der Union.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .