Die Grünen kritisieren die von der Bundesregierung geplante Verschärfung des Medizinal-Cannabisgesetzes als unausgereift und warnen vor einer deutlichen Verschlechterung der Patientenversorgung. Nach ihrer Auffassung stigmatisiert der Gesetzesentwurf Patientinnen und Patienten, weil Medizinalcannabis anders behandelt werde als andere Medikamente.
Kritik an geplanter Verschärfung
Die Grünen haben vor einer schlechteren Versorgung durch die geplante Verschärfung des Medizinal-Cannabisgesetzes durch die Bundesregierung gewarnt. Das Gesetz, das die Regierung vorgelegt hat, sei nicht ausgereift und stigmatisiere Patienten, da hier medizinisches Cannabis anders behandelt werde als alle anderen Medikamente, sagte Linda Heitmann, Mitglied des Gesundheitsausschusses, der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).
Die Patienten würden somit unter den Generalverdacht gestellt, Cannabis eigentlich gar nicht zu medizinischen Zwecken verschrieben bekommen zu wollen. Die Versorgung mit Medizinalcannabis werde so deutlich verschlechtert.
Forderung nach flexibler Arzt-Patienten-Kontaktregelung
„Eine Pflicht zu einem persönlichen Arztkontakt ist sinnvoll, sollte allerdings nicht nur bei Medizinalcannabis verschärft werden“, so Heitmann in der „Rheinischen Post“. „Aus unserer Sicht kann dies zudem auch per Videosprechstunde passieren. Wir haben daher einen entsprechenden Änderungsantrag gestellt, solche Videosprechstunden zur Verschreibung auch zu ermöglichen.“
Reform der Fernverschreibung gefordert
„Es wäre zudem sinnvoller, das gesamte System der Fernverschreibung zu reformieren und sich nicht nur auf ein spezielles Medikament zu beziehen“, sagte die Grünen-Politikerin der „Rheinischen Post“. „Auch vor dem Hintergrund, dass es zahlreiche Medikamente gibt, die deutlich gefährlicher sind und hohes Abhängigkeitspotential haben.“
Die Bundesregierung will das Medizinal-Cannabisgesetz verschärfen. Der Gesetzesentwurf wurde am Mittwoch im Gesundheitsausschuss diskutiert.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .