Am 28. April hat die Polizei in einer groß angelegten Schwerpunktkontrolle den Radverkehr in Stadt und Landkreis Osnabrück besonders unter die Lupe genommen. Ziel der Aktion war es, Hauptunfallursachen zu bekämpfen und sowohl Radfahrende als auch andere Verkehrsteilnehmende besser zu schützen.
422 Verkehrsteilnehmende kontrolliert
Zwischen 6:00 und 14:00 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt 422 Verkehrsteilnehmende, darunter 290 Fahrrad-, Pedelec- und E-Scooter-Fahrende sowie 132 Fahrer anderer Fahrzeuge. Die Bilanz der Maßnahme fällt deutlich aus: 238 Verstöße wurden festgestellt. Besonders häufig beanstandet wurden die Nutzung elektronischer Geräte während der Fahrt, das Missachten der Vorfahrt sowie das verbotene Befahren von Gehwegen. In acht Fällen lagen zudem Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz vor.
Autofahrer geht jetzt zu Fuß
Ein besonders schwerwiegender Fall ereignete sich gegen 10:15 Uhr in der Knollstraße: Ein 45-jähriger Autofahrer überholte trotz bestehenden Überholverbots einen Radfahrer. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann weder im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war, noch fahrtüchtig – er stand mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Die Polizei veranlasste eine Blutprobe und untersagte die Weiterfahrt. Den Mann aus Georgsmarienhütte erwartet nun ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie mehrere Anzeigen wegen Verkehrsverstößen.
Kontakt auf Augenhöhe
Neben der konsequenten Ahndung von Ordnungswidrigkeiten lag ein weiterer Fokus der Polizei auf Prävention und Aufklärung. Viele Verkehrsteilnehmende zeigten sich einsichtig und begrüßten die persönlichen Gespräche mit den Beamtinnen und Beamten – besonders mit den uniformierten Kräften auf dem Fahrrad, die direkten Kontakt auf Augenhöhe ermöglichten.
