In mehreren Berliner Stadtteilen sind seit Samstagmorgen infolge eines Brandes an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal großflächig Strom und Fernwärme ausgefallen. Nach Angaben des örtlichen Stromnetzbetreibers könnte die Störung für einen Großteil der Betroffenen noch bis zum kommenden Donnerstag andauern.
Am Samstagnachmittag teilte die Stromnetz Berlin GmbH mit, dass der durch den Brand ausgelöste Stromausfall in Teilen des Berliner Südwestens voraussichtlich mehrere Tage anhalten wird. Den Angaben zufolge sind in Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde insgesamt 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden betroffen.
Brand beschädigt Hochspannungskabel
Der Brand war nach Unternehmensangaben um 6:13 Uhr an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal ausgebrochen und hatte mehrere Hochspannungskabel beschädigt. Die Stromnetz Berlin GmbH arbeitet nach eigener Aussage daran, die Versorgung schnellstmöglich wiederherzustellen.
Bis zum Abend sollten demnach voraussichtlich 10.000 Haushalte in Lichterfelde wieder Strom erhalten. Für die übrigen 35.000 Anschlüsse wird jedoch erwartet, dass die Reparaturen bis zum Nachmittag des kommenden Donnerstag andauern. Auch die Fernwärmeversorgung sei beeinträchtigt, da die Pumpen ohne Strom nicht arbeiten könnten, teilte die Stromnetz Berlin GmbH mit.
Versorgung kritischer Einrichtungen betroffen
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sprach von einem besonders schwerwiegenden Stromausfall, der auch Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und soziale Einrichtungen betreffe. „Das Ausmaß sei größer als bei einem Vorfall in Adlershof im September 2025“, sagte sie.
Nach den Worten von Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) seien die Reparaturarbeiten anspruchsvoll und würden durch Bodenfrost erschwert. Die Bevölkerung werde gebeten, wenn möglich bei Freunden oder Familie außerhalb des betroffenen Gebiets unterzukommen.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .