Wie geht es am Neumarkt weiter? Bislang hält die sogenannte „Regenbogenkoalition“ aus SPD, Grünen, FDP, UWG, Piraten und Linken an ihren Sperrungsplänen fest. Nun warnt der OB nochmals davor sich voreilig Optionen zu verbauen.

Für Freitag haben auch die Regenbogen-Politiker eine Presseerklärung angekündigt.

Vor der Ratssitzung am Dienstag, 30. Mai, appelliert Oberbürgermeister Wolfgang Griesert an die Ratsmehrheit: „Meines Erachtens können wir am Neumarkt weitermachen, brauchen keine Zeit mehr zu verlieren, müssen uns in der endgültigen verkehrlichen Nutzung noch nicht festlegen. Diese Entscheidung können wir besonnen mit Vernunft und Intelligenz nach Ende der Baumaßnahmen treffen. Wir sollten den Neumarkt jetzt endlich umgestalten, ohne Chancen zu verbauen oder uns ohne gesicherte Erkenntnisse heute schon für die nächsten 50 Jahre festlegen. Das gilt insbesondere, weil wir in eine über Jahrhunderte gewachsene zentrale Funktion für die Stadt eingreifen.“

Wir fragen unsere Leser:

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Griesert weiter: „Ich bin also dafür, schnellstmöglich mit der Platzgestaltung zu beginnen, weil das Planungsbüro Lützow 7 die Entwurfsplanung so verfeinert hat, dass wir erst am Ende der Baumaßnahme entscheiden müssen, ob oder wann wir welche Schilder aufstellen wollen, die den motorisierten Individualverkehr zulassen oder ausschließen. 

Griesert will auch über eine Umverlegung des Busverkehrs nachdenken 

In der Zeit der Umgestaltung überlegen wir, ob wir auch die Busse ganz oder teilweise auf anderen Wegen durch die Stadt leiten können. Wenn wir beginnen, müssen wir nicht einmal auf die Entscheidung des Investors des Einkaufscenters – unibail rodamco – warten, der immer noch keine Zusage gemacht hat, wann er mit dem Neubau des Centers und der Überbauung der Seminarstraße beginnen will.“

Regenbogen soll auch an Wall-Bewohner denken

„Lassen Sie uns dieses Verfahren wählen“, fordert Griesert die Ratsmehrheit auf, „damit wir am Ende auf der Grundlage gesicherter Fakten alle weiteren Entscheidungen treffen können. Dann liegt auch der überarbeitete Luftreinhalteplan vor, der uns hoffentlich einen gangbaren Weg aufzeigt, wie wir mit erhöhten, die Gesundheit tausender Anwohner gefährdenden Luftschadstoffen am Wall umgehen müssen. So würden wir die Kontroverse im Rat beenden, Klagen vermeiden, am Ende sachlich fundiert entscheiden und trotzdem endlich mit der Neugestaltung dieses zentralen Platzes beginnen. Wir würden also Zeit gewinnen ohne Zeit zu verlieren.“