Der „Gipfelsturm“ ist auch für geübte Läufer eine ordentliche Herausforderung, denn der Endspurt geht steil in die Höhe. Vom Marktplatz zum Piesberg, 10.000 Meter weit, 188 Meter hoch, 269 Treppenstufen – das sind die bekannten Eckpunkte des Osnabrücker Gipfelsturms. Eher am Boden blieben die Sportler, die sich mit Projektpate John McGurk im Schlossgarten versammelten, und den „Platzwechsel“ feierten.

Pünktlich um 11 Uhr fiel der Startschuss zur achten Auflage des Spendenlaufs auf den Osnabrücker Hausberg. Rund 500 Läufer starteten zugunsten eines sozialen Projekts der Diakonie und um über sich hinauszuwachsen.

Die Strecke verlief quer durch die Stadt. „Es beginnt im Herzen von Osnabrück, am Marktplatz, und endet mit dem Ziel auf dem Piesberg, von wo die Läufer den Blick auf das Osnabrücker Land genießen können“, schwärmt die ehemalige Stadträtin Karin Jabs-Kiesler, Kuratoriumsvorsitzende der Diakoniestiftung Osnabrück.

Am Ende „droht“ die Treppe auf den Piesberg

Der Höhepunkt des zehn Kilometer langen Laufs war erneut die kräftezehrende Treppe hoch auf den Piesberg dar. „Jeder, der oben ankommt, ist Sieger. Diese Veranstaltung präsentiert neben dem sozialen Aspekt auch das sportliche Erlebnis. Dieses Event ist etwas fürs Herz“, so Hinrich Haake, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes in Stadt und Landkreis Osnabrück. Es seien die „besondere Ausstrahlung, das familiäre Konzept und die spezielle Atmosphäre“, das die alljährliche Veranstaltung auszeichneten.

Die Spende kommt in diesem Jahr dem „Café Connection“ zugute, einer Einrichtung der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes. „Hierbei handelt es sich um ein Feld, für welches sich nicht so einfach Geld einwerben lässt. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass das Geld an diese Einrichtung geht.

Gipfelsturm ist Teil der Laufserie „Dreierpack“

Diesmal ist der Gipfelsturm erstmals auch zweiter Wertungslauf für die Laufserie „Dreierpack“, bei der Sportler an nun sechs Laufveranstaltungen in der Region teilnehmen können. „Mittlerweile hat sich diese Veranstaltung zu einer großen Lauffamilie entwickelt“, freuten sich Jabs-Kielser und Haake, nun auch Teil des „Dreierpacks“ zu sein.

Runter vom Sofa, rein in die Bewegung: Das Projekt „Platzwechsel – Bewege dein Leben“

Im Schlossgarten, parallel zum Start der Piesberg-Läufer, startete ebenfalls am Samstag das Projekt „Platzwechsel – Bewege dein Leben“. Ab sofort bieten Vereine in der Stadt zahlreiche kostenlose Sportangebote an. Mit dem aus Osnabrück stammenden und als Innenminister auf Landesebene auch für den Breitensport verantwortlichen Boris Pistorius wurde ein passender Schirmherr gefunden.

Platzwechsel Osnabrück
Das Team des „Platzwechsels“ in Osnabrück, in der Mitte Projektpate John McGurk

Die Kampagne „Platzwechsel – Bewege dein Leben“ wird bundesweit durchgeführt. Boris Pistorius hält sich selbst mit Sport fit: „Regelmäßig Sport zu treiben gehört für mich einfach dazu, das brauche ich seit meiner Kindheit zum Wohlfühlen. Ohne Sport würde mir etwas fehlen. Zeitlich ist es zwar manchmal sehr eng, aber ich versuche so oft es geht, wenigstens ein oder zwei Mal die Woche ein paar Kilometer zu laufen. Klar ist, wer sich bewegt und Sport treibt, fühlt sich insgesamt besser. Darum ist der Platzwechsel auch eine richtig gute Idee!“ so der Minister und wünscht allen Platzwechslern viel Spaß beim Sporttreiben.

John McGurk motiviert für den Sport

Die Aktion startete mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung für die ganze Familie im Schlossgarten. Ohne vorherige Anmeldung konnten verschiedenste kostenlose Schnupperbewegungsangebote der ansässigen Vereine, kleine Mitmachaktionen der pronova BKK, wie das Carrera-Bike und leckere kostenfreie Smoothies machten diesen Samstag zu einem wunderbaren Tag an der frischen Luft.
Projektpate John McGurk begleitete den Tag und die Sportler im Schlossgarten.

Platzwechsel Osnabrück
Hüpfburg und viel Spaß auch für die kleinsten Sportler beim „Platzwechsel“ im Schlossgarten

Initiiert und geleitet von der Team Gesundheit GmbH in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund wird das Projekt von der pronova BKK gefördert und von den Sportvereinen Osnabrücker Sportclub, TSG Burg Gretesch und SV Rot-Weiß Sutthausen unterstützt.

Konkret bieten die Vereine von Ende April bis Mitte Juni viele Schnupperbewegungsangebote kostenlos an – von Zumba über Faszientraining bis hin zu Rücken-Fit, Rope Skipping (moderne Art des Seilspringens), Functional Fitness und vielem mehr.