Linken-Chef Jan van Aken hat die Europäische Union dazu aufgerufen, sich als eigenständige Friedenskraft zu positionieren und kritisierte die „rein militärische Logik“, die die EU gegenwärtig verfolge. Seine Äußerungen kommen im Anschluss an den Auftritt des US-Vizepräsidenten JD Vance bei der Münchner Sicherheitskonferenz, worin er die transatlantische Partnerschaft als zunehmend von Alleingängen geprägt sieht.
Forderung nach europäischer Friedensmacht
Jan van Aken, Vorsitzender der Linken, äußerte gegenüber der „Rheinischen Post“ deutliche Kritik an der derzeitigen Ausrichtung der EU. „Das Auftreten des US-Vizepräsidenten zeigt unmissverständlich, dass die transatlantische Partnerschaft durch knallharte Alleingänge ersetzt wird“, führte van Aken aus. Er machte darauf aufmerksam, dass die EU jetzt die Gelegenheit ergreifen müsse, sich als eigenständige Friedensmacht zu formieren und die Vereinten Nationen zu stärken.
Kritik an US-Plänen und europäischem Verhalten
Angesichts der von US-Präsident Donald Trump geplanten Verhandlungen mit Kreml-Chef Wladimir Putin sieht Jan van Aken die europäischen Staaten in der Pflicht. „Ein Ende des Krieges ist überfällig – und ohne Frage ein Segen. Doch wenn der Preis eine geschwächte, beschnittene Ukraine ist, dann reicht es nicht, nur Trump zu kritisieren“, sagte er. Van Aken betonte, dass Europa eine „massive Mitschuld“ trage, da es nicht den Mut gehabt habe, sich als eigenständige Friedenskraft zwischen den Machtblöcken USA und Russland zu behaupten.
Warnung vor militärischer Logik
Van Aken warnte davor, dass Europa sich in eine „rein militärische Logik“ habe treiben lassen und nun vor den „Trümmern dieser Strategie“ stehe. Dies sei ein Resultat der fehlenden diplomatischen Initiative, die es den USA und Russland erleichtert habe, die dominierenden Akteure zu werden. Der Linken-Chef fordert daher eine Neuausrichtung der europäischen Politik in Richtung Diplomatie und Frieden.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .