Angesichts ungewöhnlich niedriger Füllstände der deutschen Gasspeicher ruft Energieökonomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zum Gassparen auf. Die Versorgung sei zwar derzeit gesichert, doch die geringe Reserve erhöhe die Anfälligkeit für Kälteperioden und Preissprünge, warnte sie in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).
Gassparen und Heizungswechsel empfohlen
Claudia Kemfert, Energieökonomin vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), sieht im aktuellen Füllstand der deutschen Gasspeicher einen Anlass zu besonderer Vorsicht. „Es ist sinnvoll, den Gasverbrauch weiter zu senken“, sagte Kemfert den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Sie regte an, auch die eigene Heizsituation zu überdenken: „Wer kann, sollte auch über einen Wechsel der Gasheizung nachdenken, denn jede neue Wärmepumpe reduziert dauerhaft Kosten, Abhängigkeiten und Krisenrisiken.“
Niedrige Speicherfüllstände als Warnsignal
Nach Einschätzung von Kemfert sind die deutschen Gasspeicher für die Jahreszeit „ungewöhnlich leer“. Dies sei für sie ein Alarmzeichen. „Die Versorgung ist aktuell gesichert, aber die niedrigen Füllstände sind ein klares Warnsignal“, sagte die Wissenschaftlerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Der Puffer ist kleiner als in früheren Jahren, und das erhöht die Anfälligkeit für Kälteperioden und Preissprünge.“
Abhängigkeit vom Weltmarkt und mögliche Preisschocks
Kemfert betonte, durch den Import von LNG sei Deutschland zwar flexibler geworden, gleichzeitig aber stärker vom Weltmarkt und von Preisschwankungen abhängig. Sollte US-Präsident Donald Trump sich entscheiden, LNG-Exporte zu stoppen, wäre ein unmittelbarer Engpass nach ihrer Einschätzung nicht zu erwarten. Einem Bericht der Zeitungen der Funke-Mediengruppe zufolge sagte sie dazu: Ein sofortiger Versorgungsengpass sei „unwahrscheinlich“, „ein deutlicher Preisschock aber sehr realistisch.“ Besonders kritisch bewertet sie in einem solchen Szenario die Zeit der Wiederbefüllung der Speicher: Die Speicherbefüllung im Sommer wäre dann deutlich schwieriger und teurer.
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