Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt angesichts der winterlichen Temperaturen vor einer weiteren Verschlechterung der ohnehin angespannten Lage im Gazastreifen. Vor allem Kinder, Verletzte und ältere Menschen seien durch die Kombination aus Kälte und mangelhafter Versorgung besonders gefährdet, heißt es. Neben der unzureichenden Lieferung humanitärer Güter bereitet Hilfsorganisationen auch die medizinische Unterversorgung große Sorgen.
Humanitäre Lage im Gazastreifen verschärft sich im Winter
Hermann Gröhe</em, DRK-Präsident, betonte in der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) die dramatische Situation im Gazastreifen. "Die Wintermonate gepaart mit der schlechten Versorgungslage sind gerade für Kinder, Verletzte und ältere Menschen verheerend", sagte Gröhe der Zeitung. Die Bedarfslage sei geprägt von einer dramatischen Unterversorgung.
„Es fehlt weiterhin an allem, ausreichend Lebensmitteln, medizinischen Gütern und Arzneimitteln, Strom und Wasser.“ Trotz einer gewissen Entspannung bei der Einfuhr von Hilfsgütern seit Beginn der Waffenruhe reiche die Hilfe nach Einschätzung des DRK-Präsidenten bei Weitem nicht aus. „Die Versorgung mit humanitären Gütern habe sich zwar seit der Waffenruhe insgesamt verbessert. Allerdings kommen weiterhin nicht ausreichend humanitäre Güter in den Gazastreifen – die benötigten 600 Lkw pro Tag werden bei Weitem nicht erreicht“, sagte Gröhe der „Rheinischen Post“.
Mangelnde medizinische Versorgung und gescheiterte Evakuierungen
Auch medizinische Hilfsorganisationen schlagen Alarm. Ein großes Problem sei die mangelnde medizinische Versorgung vor Ort, so Christian Katzer</em, Geschäftsführer von "Ärzte ohne Grenzen". "Es sterben viele Palästinenser an eigentlich behandelbaren Krankheiten", sagte Katzer laut "Ärzte ohne Grenzen".
Laut Katzer wären Krankenhäuser in Deutschland grundsätzlich bereit, Patientinnen und Patienten aus Gaza aufzunehmen, ähnlich wie bei der Behandlung Verletzter aus der Ukraine. „Dabei wären Krankenhäuser in Deutschland laut Katzer eigentlich bereit, Patienten aus Gaza aufzunehmen, wie sie es mit Verletzten aus der Ukraine getan haben“, heißt es von „Ärzte ohne Grenzen“. „Das Vorhaben scheitert jedoch an den Einreiseregelungen in Deutschland“, erklärte er nach Angaben von „Ärzte ohne Grenzen“.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .