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Deutschland und Niederlande vertiefen Zusammenarbeit bei Wasserstoffinfrastruktur

Deutschland und die Niederlande beabsichtigen, ihre Zusammenarbeit im Wasserstoffsektor zu vertiefen. In Duisburg wurden dazu im Beisein des niederländischen Königs Willem-Alexander Absichtserklärungen unterzeichnet. Ziel ist es, die bereits vorhandenen infrastrukturellen und geologischen Voraussetzungen für ein grenzüberschreitendes Wasserstoffökosystem zu nutzen und bis 2032 vier grenzüberschreitende Wasserstoff-Interkonnektoren zu errichten.

Zusammenarbeit zur Förderung der Wasserstoffinfrastruktur

Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, wollen Deutschland und die Niederlande ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wasserstoffinfrastruktur und des Markthochlaufs vertiefen. Im Zuge des Arbeitsbesuchs des niederländischen Königs Willem-Alexander in Duisburg wurden entsprechende Absichtserklärungen unterzeichnet. Beide Länder planen, die “sehr günstigen Bedingungen für ein grenzüberschreitendes Wasserstoffökosystem” zu nutzen, darunter die vorhandene Pipeline- und Hafeninfrastruktur, geologische Formationen für die Wasserstoffspeicherung sowie eine hohe industrielle Nachfrage nach Wasserstoff.

Ausbau der Wasserstoffnetze und Investitionssicherheit

Philipp Nimmermann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz äußerte sich positiv über die geplante Zusammenarbeit: “Wir sind hocherfreut über den weiteren Ausbau unserer langjährigen und vertrauensvollen Partnerschaft mit den Niederlanden. Die gemeinsame Beschleunigung des Ausbaus des Wasserstoffnetzes nutzt das transformative Potenzial der bestehenden Gasinfrastruktur und stärkt die Investitionssicherheit entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette. Damit tragen wir aktiv zu einem ambitionierten Wasserstoffmarkthochlauf bei und treiben die europäische Energiewende voran.”

Förderung privater Wasserstoffprojekte

Beide Länder wollen zudem an der Schaffung förderlicher Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliche Wasserstoffprojekte mit grenzüberschreitender Dimension arbeiten. Dazu planen sie, den bestehenden “H2-Global”-Mechanismus zu nutzen, eine Stiftung, welche die Produktion von grünem Wasserstoff im Ausland unterstützt. Hans Vijlbrief, Staatssekretär für die Rohstoffindustrie im Niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klimapolitik betonte hierzu: “Wir brauchen starke staatliche Anreize, um private Investitionen in die Produktion und Nutzung von erneuerbarem Wasserstoff sowie die dafür erforderlichen neuen Logistikketten zu erreichen. H2Global ist dafür ein sehr geeignetes Instrument.” Deutschland und die Niederlande planen, jeweils 300 Millionen Euro für eine gemeinsame Ausschreibung und zehnjährige Kaufverträge für Importe von grünem Wasserstoff ab 2027 bereitzustellen.

mit Material von dts Nachrichtenagentur
mit Material von dts Nachrichtenagentur
Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

  

   

 

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