Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr mehr Investitionen als geplant in die Sanierung des Schienennetzes zwischen Frankfurt und Mannheim gesteckt. Laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe) beliefen sich die Kosten auf 1,5 Milliarden Euro statt der erwarteten 1,3 Milliarden Euro. Hauptursache für die Mehrkosten war der schlechter als erwartete Zustand des Hochleistungskorridors.
Ursachen der Kostensteigerung
Der Hochleistungskorridor zwischen Frankfurt und Mannheim ist von zentraler Bedeutung für das Schienennetz. Der Zustand der Strecke war jedoch schlechter als ursprünglich angenommen, was zu unvorhergesehenen Investitionen in Höhe von 195 Millionen Euro führte. Hierbei mussten insbesondere Oberleitungen, Kabel, elektronische Stellwerke, Schallschutzwände und die Signaltechnik intensiv erneuert werden. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn muss die Abschlussrechnung nun genehmigen.
Zukunftspläne der Deutschen Bahn
Mit Abschluss der Arbeiten am Hochleistungskorridor zwischen Frankfurt und Mannheim plant die Deutsche Bahn eine umfassende Generalsanierung des Schienennetzes. In den kommenden Jahren sollen weitere 40 Hochleistungskorridore in Deutschland erneuert werden. Die Deutsche Bahn steht jedoch vor großen finanziellen Herausforderungen, um diese ambitionierten Vorhaben zu realisieren.
Finanzielle Herausforderungen
Die Finanzierung der zukünftigen Bahnprojekte steht auf wackligen Beinen. Laut Unterlagen, die der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vorliegen, klafft nach 2028 eine Finanzierungslücke von 80 Milliarden Euro, die bis 2034 zu decken ist. Sollten alle geplanten Aus- und Neubauprojekte sowie die Digitalisierung des Netzes realisiert werden, könnten sich die erforderlichen Investitionen sogar auf 150 Milliarden Euro summieren.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .