Der Dax ist am Dienstag mit Gewinnen in den Handelstag gestartet und hat sich wieder der Marke von 25.000 Punkten genähert. Gestützt wird der Markt laut Experten von einer Erholung nach dem Edelmetall-Ausverkauf und fallenden Ölpreisen, während Anleger bereits mögliche Veränderungen an der Spitze der US-Notenbank einpreisen.
Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex Dax mit rund 25.090 Punkten berechnet und lag damit 1,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Daimler Truck und Siemens, am Ende Merck, Zalando und Scout24.
Stimmung an den Märkten stabilisiert sich
„Anleger schütteln die Unsicherheit aus dem kurzzeitigen Ausverkauf bei Gold und Silber ab“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Der Absturz der Edelmetalle setze sich nicht fort, und damit wirke das Risiko von Notverkäufen plötzlich nicht mehr ganz so bedrohlich, so Stanzl weiter (Quelle: Consorsbank). „Nach einer 700-Punkte-Rally steht der Dax wieder in Tuchfühlung mit der runden 25.000-Punkte-Marke. Der scharfe Rückgang der Ölpreise wirkt zusätzlich stützend.“
Überlegungen zur künftigen US-Notenbankführung
Dax-Anleger könnten sich auf den zweiten Blick vielleicht doch mit einer von Kevin Warsh geführten US-Notenbank anfreunden, so Stanzl (Quelle: Consorsbank). „Eine kleinere Fed-Bilanz unter Warsh würde die Märkte zwingen, bei Aktien wieder stärker auf Qualität, Cashflows und solide Kapitalstrukturen zu achten, anstatt blindem Wachstumsoptimismus zu folgen.“ Genau darauf setzten nach Einschätzung von Stanzl die Schnäppchenjäger: dass der Dax und vor allem klassische Value-Aktien von diesem grundlegenden Umdenken profitierten. „Noch ist Warsh nur nominiert und nicht Notenbankchef. Allerdings blicken die Märkte bereits drei bis sechs Monate in die Zukunft – und Anleger sind gezwungen, sich darauf einzustellen.“
Währung und Rohstoffe
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagmorgen etwas fester. Ein Euro kostete 1,1813 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8465 Euro zu haben.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 66,09 US-Dollar; das waren 21 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
✨ mit KI bearbeitet