Die Frankfurter Börse erlebte am Donnerstag einen turbulenten Handelsstart mit erheblichen Kursverlusten. Um 9:45 Uhr notierte der Dax bei rund 22.045 Punkten, was einem Rückgang von 1,6 Prozent gegenüber dem Vortag entsprach. Während Unternehmen wie Vonovia, Eon und Daimler Truck die Kursliste anführten, befanden sich Adidas, die Commerzbank und die Deutsche Bank am Ende der Liste.
Handelskonflikt eskaliert
US-Präsident Donald Trump sorgte mit einer neuen Zollankündigung für Unruhe an den Finanzmärkten. „Donald Trump verändert die Handelswelt. Am US-Tag der Befreiung bleibt vom Freihandel nicht mehr viel übrig“, erklärte Thomas Altmann von QC Partners gegenüber den Medien. Mit den verhängten Zöllen übertreffe Trump die bisherigen Erwartungen und Befürchtungen, wodurch die Weltwirtschaft einem Abgrund näher käme. Altmann fügte hinzu, dass dieses Vorgehen weltweit Wachstum kosten werde und viele Staaten aufgrund der neuen Handelsbeschränkungen in eine Rezession rutschen könnten. Was als Handelskonflikt begonnen habe, entwickle sich nun zu einem globalen Handelskrieg.
Reaktionen auf die Finanzmärkte
Der Dax geriet unter Druck, wobei die Marke von 22.000 Punkten erneut in den Fokus rückte. „Am Montag wurde das kurzzeitige Unterschreiten der 22.000 von vielen Schnäppchenjägern zu Käufen genutzt,“ erläuterte Altmann. Er warnte jedoch, dass sich diese Schwelle, an der Käufer in den Markt kommen, schrittweise nach unten verschieben könnte.
Entwicklung von Euro und Ölpreis
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagmorgen deutlich stärker. Ein Euro kostete 1,0969 US-Dollar, was einem Anstieg von 1,30 Prozent entsprach, während ein Dollar für 0,9117 Euro erhältlich war. Gleichzeitig sank der Ölpreis stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent wurde um 9 Uhr deutscher Zeit für 72,46 US-Dollar gehandelt, was einen Rückgang von 249 Cent oder 3,3 Prozent im Vergleich zum letzten Handelstag bedeutete.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .