Der außenpolitische Sprecher der CDU, Jürgen Hardt, übt trotz der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro nur zurückhaltende Kritik an US-Präsident Donald Trump. Hardt verweist zur Begründung vor allem auf die Bedeutung der laufenden Abstimmungen zur Ukraine und auf die Komplexität der Lage in Venezuela.
Zurückhaltende Töne gegenüber Trump
Der außenpolitische Sprecher der CDU Jürgen Hardt will US-Präsident Donald Trump nach der Gefangennahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro nicht scharf angreifen. „In der Grönlandfrage ist die Sache völlig eindeutig. In der Venezuelafrage ist sie, glaube ich, komplexer, als man denkt“, sagte Hardt am Montag den Sendern RTL und ntv. Er fügte hinzu: „Abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass er sich davon beeindrucken lässt, wenn ich jetzt etwas hier klar ansage.“
Maduro als „Diktator“ bezeichnet
Zugleich grenzte sich Hardt von der Gefangennahme Maduros auf fremdem Staatsgebiet ab. „Ich erkläre jetzt nicht, dass das völkerrechtskonform ist, so jemanden auf fremdem Territorium festzunehmen“, stellte er gegenüber RTL und ntv klar. Gleichzeitig stellte er die Legitimität des venezolanischen Staatschefs infrage: „Maduro ist ein Diktator, der sich zweimal in gefälschten Wahlen zum Führer erklärt hat“, sagte er. Entscheidend sei nun, was aus der neuen Lage folge.
Ukraine als Hauptmotiv für Zurückhaltung
Seinen Verzicht auf offene Kritik an Trump begründete Hardt ausdrücklich mit der Ukraine. Ziel sei es, Washington auf einer gemeinsamen Linie zu halten. „Wenn ich das erreiche bei US-Präsident Trump – dann kann das kluge Politik sein“, sagte er den Sendern RTL und ntv. Mit Blick auf die aktuellen Friedensgespräche erklärte Hardt, Fortschritte seien „allemal es wert, jetzt nicht einen Streit mit dem US-Präsidenten an einer Stelle anzufangen, wo die Messe gesungen ist, wie man so schön sagt“.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .