Die CDU-Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach (CDU) sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt: Es geht um angeblich unterschlagene Parteigelder in Höhe von knapp 2.500 Euro. Ihr Rechtsanwalt weist die Anschuldigungen zurück und spricht von einer „perfiden Rachekampagne“ eines ehemaligen Mitarbeiters.
Vorwürfe gegen Bosbach
Caroline Bosbach, Bundestagsabgeordnete der CDU, steht nach eigenen Angaben im Zentrum einer Verleumdungskampagne. Ihr wird vorgeworfen, die CDU durch das Einbehalten von knapp 2.500 Euro an Parteigeldern geschädigt zu haben. Die Vorwürfe basieren auf der polizeilichen Selbstanzeige eines ehemaligen CDU-Mitarbeiters. Dieser gab an, im Januar 2025 eine Scheinrechnung über 2.500 Euro für Wahlkampfleistungen gestellt zu haben. Das Geld, so der Ex-Mitarbeiter, habe er nach Überweisung durch die CDU in zwei Tranchen abgehoben und Bosbach bei einem persönlichen Treffen in deren Wohnung in Bergisch-Gladbach übergeben.
Rechtsanwalt widerspricht Vorwürfen
Laut Rechtsanwalt Ralf Höcker seien die Anschuldigungen gegen Caroline Bosbach falsch. „Die Vorwürfe sind falsch“, teilte Ralf Höcker am Freitag mit (Quelle: Höcker). Er erklärte weiter: „Sie wurden von einem kriminellen, fristlos gekündigten früheren Mitarbeiter der Mandantin als Teil einer perfiden Rachekampagne konstruiert.“ Der entlassene Mitarbeiter habe aufgrund seiner Straftaten Unterlassungserklärungen gegenüber Bosbach abgegeben, seinen fristlosen Rauswurf widerstandslos akzeptiert und auch die Anwaltskosten ersetzt.
Weiter führte Ralf Höcker aus: „Nachdem er die Dreimonatsfrist abgewartet hat, innerhalb derer unsere Mandantin zusätzlich noch Strafantrag gegen ihn hätte stellen können, betreibt er nun seine Retourkutsche mit dem Ziel, unsere Mandantin zu schädigen.“ Laut Anwalt habe es keine Scheinrechnung und keinen Schaden für die CDU gegeben. Der mit dem entlassenen Ex-Mitarbeiter kooperierende und befreundete Wahlkampfhelfer habe „nachweislich alle von ihm gegenüber der CDU abgerechneten Leistungen erbracht“. „Diese Leistungen liegen uns in gut dokumentierter Form vor“, so Höcker weiter, das Motiv des Wahlkampfhelfers dafür, sich selbst zu bezichtigen, sei bekannt und werde „im weiteren Verlauf der Untersuchung offenbar werden“ (Quelle: Höcker).
Reaktionen und weitere Schritte
Nach Angaben von Ralf Höcker wäre selbst dann kein Schaden für die CDU entstanden, wenn der Wahlkampfhelfer tatsächlich, wie behauptet, nie im Wahlkampf geholfen hätte. „Denn die Mandantin hat der CDU von ihr persönlich ausgelegte Wahlkampfkosten im Umfang von mehreren Tausend Euro, die sie sich hätte erstatten lassen dürfen, niemals zur Erstattung eingereicht.“ Um jegliche Zweifel auszuräumen, habe Caroline Bosbach nach dem Aufkommen der Vorwürfe zusätzlich 2.500 Euro an die CDU überwiesen. „Diese Summe darf und soll die CDU auf jeden Fall behalten“, betonte ihr Anwalt. „Es steht ihr dabei offen, ob sie die Zahlung intern als vermeintlichen `Schadensersatz` oder als Spende unserer Mandantin verbucht, wenn sie nach Ende ihrer Recherchen wie wir überzeugt ist, dass ihr tatsächlich nie ein Schaden entstanden ist“ (Quelle: Höcker).
Am Freitagmorgen hatten RTL und Stern berichtet, Caroline Bosbach sehe sich internen Vorwürfen ausgesetzt, Geld aus der Parteikasse für private Zwecke eingesteckt zu haben (Quelle: RTL, Stern). Der Vorgang hat ihren Kreisverband CDU Rheinisch-Bergischer Kreis in Unruhe versetzt. Nach Angaben aus dem Umfeld der Partei wurden relevante Unterlagen des Falls bereits an die Staatsanwaltschaft Köln übersandt.
Caroline Bosbach ist seit diesem Jahr erstmals Mitglied des Bundestages. Sie wurde mit 42,2 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis Rhein Berg direkt gewählt. Sie ist die Tochter des langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .