Die Bundeswehr hat seit 2024 an 40 Übungsmissionen nördlich des Polarkreises teilgenommen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, über welche die „taz“ berichtet. Die Einsätze finden in verschiedenen Staaten der Arktisregion statt und umfassen sehr unterschiedlich große Kontingente der Bundeswehr.
Umfangreiche Übungstätigkeit in der Arktisregion
Aus der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Linksfraktion, über die die „taz“ berichtet, geht hervor, dass die Bundeswehr seit 2024 an 40 Übungsmissionen nördlich des Polarkreises beteiligt war. Die Zahl der an den Trainingseinsätzen beteiligten Bundeswehrangehörigen ist dabei sehr unterschiedlich.
Sie reicht von 1.140 Soldaten bei einer Marineschießübung im Norden Norwegens im Oktober 2025 bis zur Teilnahme von drei deutschen Soldaten an einem Manöver in Grönland im September 2025. Konkretere Angaben zu Art und Inhalt der weiteren Übungen werden in der Antwort der Bundesregierung nicht genannt.
Kritik der Linksfraktion an Bundeswehrpräsenz in Grönland
Der verteidigungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Ulrich Thoden, sieht die Übungen als Ausdruck eines „abenteuerlichen Expansionskurses“ der Bundeswehr. Thoden kritisiert auch die aktuelle Erkundungsmission der Bundeswehr in Grönland. „Die Erkundungsmission ergibt nur einen Sinn: Sie dient als Testballon für eine zukünftige Stationierung der Bundeswehr in Grönland.“
Vielmehr sollte die Bundesregierung nach Ansicht Thodens die Annexionspläne der USA zusammen mit den europäischen Partnern erneut deutlich zurückweisen. „Die Linke tritt für die ausschließliche friedliche Nutzung der Arktis und für den konsequenten Schutz ihres durch den Klimawandel bedrohten, einzigartigen Ökosystems ein“, sagte Thoden der „taz“ zufolge.
Rüstungsexporte an Arktis-Anrainerstaaten
Aus der Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage geht ebenfalls hervor, dass Deutschland zwischen dem 1. Januar und dem 10. Dezember 2025 Rüstungsgüter im Wert von etwa drei Milliarden Euro an Arktis-Anrainerstaaten geliefert hat. Der größte Anteil von 1,3 Milliarden Euro entfiel dabei auf Norwegen, mit dem Deutschland über ein gemeinsames U-Boot-Projekt verbunden ist. U-Boote gehören mit zu den teuersten Waffensystemen überhaupt.
An zweiter Stelle folgten demnach Waffenexporte nach Schweden, die sich in dem Zeitraum auf etwa 940 Millionen Euro beliefen. Die genannten Zahlen stammen aus der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Linksfraktion, über die die „taz“ berichtet.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .