Die Bundeswehr hat ihre Erkundungsmission in Grönland planmäßig beendet, die beteiligten Soldaten befinden sich auf dem Rückweg nach Deutschland. Parallel dazu sorgen von US-Präsident Donald Trump angekündigte Sonderzölle gegen an der Mission beteiligte europäische Staaten für politische Spannungen. Vertreter der Bundesregierung und weitere europäische Politiker kündigen eine geschlossene Reaktion Europas an und weisen die US-Forderungen nach einer Einverleibung Grönlands zurück.
Rückkehr der Bundeswehr-Soldaten über Island
Die Bundeswehr hat ihre Erkundungsmission in Grönland abgeschlossen, die beteiligten Soldaten sind auf dem Rückweg nach Deutschland. Sie reisen zunächst mit Linienmaschinen von Icelandair. Am Nachmittag legten sie einen Zwischenstopp auf dem Flughafen Keflavik bei Reykjavik auf Island ein, wo sie eine Anschlussmaschine nach Kopenhagen bestiegen. Nach Angaben eines dts-Reporters mussten die Bundeswehr-Soldaten auf Island noch einmal, so wie alle Passagiere aus Grönland, durch die normale Sicherheitskontrolle.
Das Operative Führungskommando der Bundeswehr sprach am Sonntag von einer „positiven und konstruktiven“ Zusammenarbeit. Der Einsatz sei planmäßig beendet worden, und die Erkundungsergebnisse würden in den kommenden Tagen ausgewertet, hieß es weiter. Insgesamt kehren 15 Soldaten über Reykjavik und Kopenhagen zurück.
US-Zolldrohungen und Streit um Grönland
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Sonderzölle gegen acht europäische Länder angekündigt, die an der Mission beteiligt waren. Er kritisierte die Entsendung der Soldaten als „sehr gefährliche Situation“ und pochte darauf, dass Grönland den USA einverleibt werden solle, vorgeblich um Sicherheitsbedenken wegen China und Russland zu adressieren. Die europäischen Nato-Verbündeten, darunter Deutschland, lehnten diese Forderung ab und sagten, dass die Nato die Sicherheit in der Arktis gewährleisten könne.
Reaktionen aus Europa
Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) äußerte sich angesichts der US-Zolldrohungen entschlossen und sagte, dass sich Europa nicht erpressen lassen dürfe. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte eine europäische Antwort auf die angekündigten Zölle und bezweifelte die anstehende Ratifizierung des EU-US-Zolldeals im EU-Parlament. Die europäischen Staaten wollen nach eigenen Worten geschlossen auf die Drohungen reagieren und ihre Souveränität wahren.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .