Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller stellt erstmals konkret höhere Renditen für Betreiber der Strom- und Gasnetze in Aussicht. In einem Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe) kündigte er methodische Änderungen an, die die Eigenkapitalverzinsung steigen lassen sollen.
Bundesnetzagentur plant Anhebung der Eigenkapitalverzinsung
Gegenüber dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe) sagte Klaus Müller, die Bundesnetzagentur habe „ein hohes Interesse an einem attraktiven Investitionsumfeld für die Betreiber von Strom- und Gasnetzen; dazu gehört eine angemessene Eigenkapitalverzinsung“. Zudem erklärte Müller dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe): „Wir sehen eine methodische Änderung vor, die einen Anstieg mit sich bringen wird.“ Zwar stehe der absolute Wert noch nicht fest. Müller sagte dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe): „Dass er steigen wird, ist allerdings jetzt schon absehbar“.
Kritik der Netzbetreiber
Die Netzbetreiber kritisieren seit Langem, die Eigenkapitalverzinsung, die ihnen von der Bundesnetzagentur zugebilligt wird, sei im internationalen Wettbewerb zu gering. Es werde immer schwerer, Investoren zu gewinnen.
Bezug zu Aussagen von Katherina Reiche
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte diese Kritik in der vergangenen Woche aufgegriffen: Der Finanzierungsrahmen für die Netze müsse besser werden, sagte Reiche. Deutschland hinke bei den Zinsen für das eingesetzte Eigenkapital im Netz im europäischen und internationalen Vergleich hinterher.
Müller sagte: „Zwischen den Aussagen von Ministerin Reiche und dem, was die Bundesnetzagentur seit mittlerweile anderthalb Jahren mit Blick auf die künftige Eigenkapitalverzinsung vorbereitet, besteht nicht der geringste Widerspruch“, sagte Müller. „Da passt kein Blatt dazwischen“, ergänzte der Behördenchef.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .