Die Zahl der Buchhandlungen in Deutschland ist innerhalb von fünf Jahren um etwa ein Viertel gesunken, während der stationäre Buchhandel dennoch Umsatzzuwächse verzeichnen kann.
Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes ist die Anzahl der Buchhandlungen in Deutschland deutlich zurückgegangen. Innerhalb von fünf Jahren schloss etwa ein Viertel der Läden. Dennoch meldet die Branche gleichzeitig steigende Umsätze im stationären Handel, wie Tagesspiegel und Süddeutsche Zeitung berichten. Als Hauptgründe für diesen gegensätzlichen Trend werden höhere Betriebskosten und veränderte Kaufgewohnheiten der Verbraucher genannt. Parallel dazu ist auch die Zahl der Beschäftigten im Buchhandel gesunken, wie der Spiegel feststellt.
Umsatzwachstum trotz Filialschließungen
Trotz der rückläufigen Zahl der Buchhandlungen konnte der stationäre Buchhandel im vergangenen Jahr ein Umsatzplus verzeichnen. Dies deutet darauf hin, dass die verbleibenden Buchhandlungen effizienter wirtschaften oder ihre Angebote gezielter auf die Nachfrage ausrichten. Experten führen die Entwicklung auch auf den wachsenden Trend zum bewussten Konsum zurück, der den Besuch stationärer Buchhandlungen begünstigt.
Steigende Kosten als Belastungsfaktor
Ein zentraler Grund für die Schließung vieler Buchhandlungen sind die steigenden Betriebskosten. Mieten, Personalausgaben und Energiekosten machen vielen kleinen und mittelgroßen Betrieben zu schaffen. Gleichzeitig verzichten immer mehr Kunden auf den Kauf von Physischen Büchern und nutzen digitale Alternativen. Dies stellt die Buchhandelsbranche vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere in ländlichen Regionen.
Beginn der Frankfurter Buchmesse
Die aktuelle Entwicklung fällt in die Woche der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse, die als weltweit größte ihrer Art gilt. Die Messe könnte Impulse für die Branche setzen, insbesondere durch die Präsentation neuer Konzepte und Technologien. Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch und wird von Fachleuten aus aller Welt besucht.
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