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Beauftragte fordert strengere Gesetze zum Jugendschutz

Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, fordert neue gesetzliche Regelungen zum Schutz Jugendlicher vor sexuellen Übergriffen. Während Kinder unter 14 Jahren bereits umfassend geschützt seien, sieht Claus bei Jugendlichen ab 14 Jahren strafrechtliche Lücken, die es zu schließen gelte.

Forderung nach neuen Straftatbeständen

Kerstin Claus, Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, hat sich für die Einführung neuer Straftatbestände ausgesprochen, um Jugendliche besser vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Wie sie der „Welt“ (Freitagsausgabe) mitteilte, sei die Rechtslage für Kinder bis 13 Jahre eindeutig: „Sexueller Kindesmissbrauch ist ein gesellschaftliches No-Go“, sagte Claus der Zeitung.

Bei Jugendlichen ab 14 Jahren bestehe jedoch eine andere Situation. In diesem Alter könnten sie selbst über ihre Sexualkontakte entscheiden. „Sexuelle Kontakte von deutlich älteren Personen zu einem oder einer Jugendlichen sind nicht verboten, solange kein unmittelbares Schutzbefohlenen-Verhältnis besteht“, so Claus gegenüber der „Welt“.

Sexuelle Ausbeutung und Grooming im Fokus

Mit Blick auf strafrechtliche Lücken betonte Kerstin Claus, es sei wichtig, Taten, die auf die sexuelle Ausbeutung junger Menschen abzielen, rechtlich besser zu erfassen. Als Beispiele nannte sie Situationen wie die Kontaktaufnahme im klassischen Setting des „Sugar Daddys“ sowie gezieltes „Grooming“, also die Anbahnung von Übergriffen über das Internet. „Es wäre aber wichtig, die Taten, die auf sexuelle Ausbeutung von jungen Menschen abzielen, strafrechtlich besser zu erfassen“, so Claus zur „Welt“.

Plädoyer für das Prinzip „Ja heißt Ja“

Darüber hinaus äußerte Kerstin Claus Zweifel daran, ob die bisherige Regelung „Nein heißt Nein“ ausreiche, um Jugendliche wirksam zu schützen. Sie forderte eine Anpassung des Grundsatzes für den Umgang mit sexuellen Kontakten bei Jugendlichen. „Aus meiner Sicht müsste man zumindest für Jugendliche das Prinzip `Ja heißt Ja` etablieren. Das heißt, dass es bei sexuellen Kontakten einen eindeutigen Konsens geben muss“, erklärte Claus gegenüber der „Welt“. Sie betonte weiter: „Das würde junge Menschen davon befreien, sich im Fall von nicht einvernehmlichem Sex dafür rechtfertigen zu müssen, nicht eindeutig Nein gesagt zu haben. Häufig liegt hier ja auch eine gewisse Drucksituation vor.“

durch KI bearbeitet, .


 
mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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