Der Deutsche Beamtenbund (DBB) warnt vor Streiks an Schulen, falls Lehrer künftig nicht mehr verbeamtet werden. In der Debatte um die Verbeamtung von Lehrkräften verweist der Verband auf den streikfreien Raum Schule und lehnt Vorschläge zur Entbeamtung ab.
Debatte um Verbeamtung von Lehrkräften
DBB-Bundesvorsitzender Volker Geyer betonte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben), der Beamtenstatus der Lehrkräfte sichere den „streikfreien Raum Schule“. Er reagierte damit auf Vorschläge aus der Politik und vom „Bund der Steuerzahler“, die zum Ziel haben, die Verbeamtungen in Deutschland zu reduzieren.
Der „Bund der Steuerzahler“ hatte gefordert, den Beamtenstatus auf den Prüfstand zu stellen. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte angesichts hoher finanzieller Lasten durch Beamtenpensionen ebenfalls eine Verringerung der Zahl der Verbeamtungen gefordert.
DBB warnt vor Folgen der Entbeamtung
„Wollen Linnemann, Holznagel und Co. Bürgern und Wirtschaft gegebenenfalls wirklich Streiks an den deutschen Schulen zumuten?“, sagte Volker Geyer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).
Geyer kritisierte, die Vorschläge zur Entbeamtung, beispielsweise von Lehrern, würden durch ihre dauernde Wiederholung nicht weniger unsinnig. Bildung sei eine zutiefst hoheitliche Aufgabe. Zudem spare der Staat durch die Entbeamtung bestimmter Berufsgruppen kein Geld. Im Gegenteil, die Bruttobesoldung müsse kurzfristig erhöht, Arbeitgeberanteile für die Rentenversicherung aufgebracht und Mittel für die Zusatzversorgung der dann angestellten Lehrer bereitgestellt werden.
„Entbeamtung löst kein einziges Problem der Rentenversicherung oder der öffentlichen Haushalte, im Gegenteil. Sie würde viele neue schaffen. Ich kann vor dieser Debatte wirklich nur warnen.“ sagte Volker Geyer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .