Nach einer Entscheidung des Landwirtschaftsministeriums, dass Ausnahmen vom Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte nicht zulässig sind, warnt der Bauernverband vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen für den Obst-, Gemüse- und Weinbau in Deutschland. Bauernpräsident Joachim Rukwied bezeichnet die Entscheidung als „schwarzen Tag“ für die heimische Landwirtschaft und sieht zahlreiche Betriebe in ihrer Existenz bedroht.
Warnung vor Betriebsschließungen in der Landwirtschaft
Bauernpräsident Joachim Rukwied hat angesichts der Feststellung des Landwirtschaftsministeriums, wonach es keine Ausnahmen vom Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte geben darf, vor einer dramatischen Entwicklung im deutschen Obst-, Gemüse- und Weinbau gewarnt. „Dies ist ein schwarzer Tag für die heimische Obst-, Gemüse- und Weinerzeugung“, sagte Rukwied der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Er betonte: „Zahlreiche Sonderkulturbetriebe stehen vor dem Aus.“
Kritik an politischer Entscheidung
Joachim Rukwied kritisierte das Vorgehen der Politik scharf. „Diese Entscheidung lässt jedes Bekenntnis zu einer heimischen Landwirtschaft zu einer Farce werden“, erklärte er gegenüber der „Rheinischen Post“. Die deutschen Bauern könnten unter den aktuellen Bedingungen im europäischen Wettbewerb nicht bestehen. Rukwied warnte weiter, dass sich die Produktion von Obst und Gemüse noch stärker ins Ausland verlagern werde.
Folgen für Verbraucher und Märkte
Nach Ansicht von Joachim Rukwied werden die Auswirkungen der Entscheidung auch die Verbraucher deutlich zu spüren bekommen. „Unsere heimischen Erzeugnisse bei Obst und Gemüse werden deutlich teurer werden und die Inflation wird massiv angeheizt“, äußerte er in der „Rheinischen Post“.
Wie die „Rheinische Post“ berichtet, ist eine von Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) in Auftrag gegebene Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass Ausnahmeregelungen für Saisonarbeitskräfte beim Mindestlohn rechtlich nicht zulässig seien.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .