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Ärzte warnen vor Personallücken und mangelnder Krisenvorbereitung

Die Amtsärzte der Bundesrepublik äußern Bedenken bezüglich der Finanzierung der Gesundheitsämter und der modernen Ausstattung derselben. Alarmierende Personallücken und mangelnde Digitalisierung könnten die Funktionsfähigkeit der Ämter beeinträchtigen, warnen sie.

Risiko durch finanzielle Auslauffristen

Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Kristina Böhm, warnte in einem Interview mit den Funke-Mediengruppe-Zeitungen vor kritischen Personallücken in den Gesundheitsämtern. Sie berichtete, dass „in der Pandemie […] tausende neue Stellen in den Gesundheitsämtern geschaffen“ wurden, allerdings endet die finanzielle Unterstützung des Bundes im Jahr 2026. Böhm sieht durch „schwierige Haushaltslagen“ in vielen Kommunen eine „riskante Rolle rückwärts“ kommen, da viele dieser neuen Arbeitsstellen entweder befristet sind oder Ende 2026 wegfallen. Insbesondere in kleineren Gesundheitsämtern auf dem Land könnten daher „schon bald wieder Lücken entstehen“.

Defizite in der Digitalisierung

Ein weiteres Problem sieht Böhm in der unzureichenden Digitalisierung der Gesundheitsämter. So seien sie teilweise immer noch auf Faxgeräte angewiesen, weil viele Arztpraxen Patientendaten per Fax übermitteln. „In diesem Punkt sind wir überhaupt noch nicht da, wo wir sein sollten“, kritisiert Böhm.

Preparedness für zukünftige Krisen

Für zukünftige Krisensituationen rät Böhm zu einem neuen Grundverständnis: „Wir müssen deutlich mehr Material und Personal in Reserve haben“. Ihrer Meinung nach schrecken viele Politiker aufgrund hoher Vorhaltekosten vor solch einer Strategie zurück, allerdings sei genau diese für eine effektive Krisenvorbereitung von Nöten.

Auch der Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen (Grüne) sieht Deutschland nicht ausreichend für zukünftige Pandemien gerüstet. Er kritisiert die Abhängigkeit von globalen Lieferketten in Bezug auf Schutzausrüstung, Test-Kits und Arzneimittel. Dahmen plädiert dafür, die Vorratshaltung im Gesundheitswesen anzupassen und fordert, dass „die Materialreserven beim Großhandel der Apotheken, in den Arztpraxen und Krankenhäusern […] auf ein Niveau hochgefahren werden, das auf eine plötzliche weltweite Notlage reagieren kann“.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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