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BSH bestätigt: Nach Werksschließungen keine weiteren Standorte in Gefahr

Der Haushaltsgerätehersteller Bosch-Siemens-Hausgeräte (BSH) will nach der angekündigten Schließung der Werke in Nauen und Bretten bis zum ersten Quartal 2028 keine weiteren Fabriken in Deutschland aufgeben. BSH-Chef Matthias Metz betont die Bedeutung der verbleibenden Standorte in Deutschland, verweist aber zugleich auf schwierige Marktbedingungen und einen harten internationalen Wettbewerb.

BSH schließt Werke in Nauen und Bretten

Matthias Metz, der Vorsitzende der Geschäftsführung von BSH, schloss weitere Standortschließungen in Deutschland nach aktuellem Stand aus. „Stand heute planen wir keinen weiteren Standortschließungen in Deutschland“, sagte Metz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Deutschland und die Standorte in Dillingen, Giengen, Traunreut und Bad Neustadt werden neben unsere Zentrale in München und unseren Entwicklungs- und Logistikzentren eine sehr wichtige Basis bleiben“, so Metz weiter in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Anfang 2024 hatte das Unternehmen erklärt, weltweit 3.500 Stellen zu streichen, davon 1.000 in Deutschland, und zugleich angekündigt, an den damals sechs deutschen Fabriken festhalten zu wollen. Im Herbst 2025 folgte dennoch der Beschluss, die Werke in Nauen und Bretten zu schließen. „Nach umfassender und sorgfältiger Prüfung mussten wir allerdings feststellen, dass die Standorte unter den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr wettbewerbs- und zukunftsfähig sind“, erklärte Metz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Aus Verantwortung für die Zukunft des gesamten Unternehmens mussten wir so handeln“, sagte er derselben Quelle zufolge.

Auslastung der europäischen Werke im Fokus

Die Schließungen sollen nach Angaben von BSH über den europäischen Fertigungsverbund aufgefangen werden. „Die Entscheidungen führen in Summe damit zu einer nachhaltig deutlich besseren Auslastung der europäischen Werke“, sagte Metz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Als Grund für die Standortschließungen nannte Metz die unverändert sehr schwierigen Marktkonstellation. „Das sind einerseits die geopolitischen Herausforderungen und zum anderen die schwachen Immobilienmärkte. In vielen Märkten blicken zudem die Konsumenten sehr verunsichert in die Zukunft und reagieren deutlich preissensitiver“, erläuterte der Manager in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

„Made in Germany“ unter Wettbewerbsdruck

Metz erklärte weiter, dass das Siegel `Made in Germany` nicht mehr ausreiche, damit Kunden bereit sind, für in Deutschland hergestellte Geräte mehr Geld auszugeben. „Die Kunden wissen, dass Produkte, die zum Beispiel aus anderen europäischen Ländern, aus China oder aus Indien kommen, auch von hoher Qualität sind – zu oftmals deutlich niedrigeren Preisen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

BSH hat dabei nach seinen Worten vor allem Wettbewerber aus China im Blick. „Die chinesischen Wettbewerber sind in Europa mit hoher Preisaggressivität unterwegs. Das liegt zum einen an den Zöllen, aber zum auch an den unausgelasteten Produktionskapazitäten, die die Unternehmen in China aufgebaut haben“, sagte Metz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Es hat aber auch damit zu tun, dass in China von der Stahlbeschaffung über die Energiepreise bis zu den Löhnen Produktionsbedingungen herrschen, die es für uns anspruchsvoll machen, in diesem Wettbewerb mitzuhalten“, so Metz in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
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