Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im November 2025 gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 1,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum November 2024 nahm der kalenderbereinigte Auftragsbestand um 5,9 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) unter Verweis auf vorläufige Ergebnisse mit.
Anstieg vor allem durch Sonstigen Fahrzeugbau
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) ist die Entwicklung des Auftragsbestands im November 2025 wesentlich auf den Anstieg im Sonstigen Fahrzeugbau zurückzuführen. In diesem Bereich, zu dem Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge zählen, erhöhte sich der Auftragsbestand saison- und kalenderbereinigt um 3,1 Prozent zum Vormonat. In diesem Segment wurde im November 2025 ein hohes Volumen an neuen Großaufträgen verzeichnet, so Destatis.
Auch andere Branchen trugen den Angaben zufolge zur positiven Entwicklung bei. In der Automobilindustrie stieg der Auftragsbestand um 3,0 Prozent, im Maschinenbau um 1,1 Prozent.
Inlandsaufträge legen stärker zu als Auslandsaufträge
Die offenen Aufträge aus dem Inland erhöhten sich nach Mitteilung der Statistiker im November 2025 gegenüber Oktober 2025 um 3,6 Prozent. Der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland stieg im gleichen Zeitraum um 0,9 Prozent.
Bei den Herstellern von Investitionsgütern nahm der Auftragsbestand gegenüber Oktober 2025 um 2,3 Prozent zu, bei den Herstellern von Konsumgütern um 4,0 Prozent. Im Bereich der Vorleistungsgüter ging der Auftragsbestand hingegen um 0,7 Prozent zurück.
Längere Reichweite der Auftragsbestände
Im November 2025 stieg die Reichweite des Auftragsbestands im Vergleich zum Vormonat Oktober 2025 auf 8,0 Monate (Oktober 2025: 7,9 Monate), wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bei den Herstellern von Investitionsgütern erhöhte sich die Reichweite auf 11,0 Monate (Oktober 2025: 10,8 Monate). Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern blieb sie konstant bei 4,3 Monaten, während sie bei den Herstellern von Konsumgütern auf 3,8 Monate stieg (Oktober 2025: 3,6 Monate).
Die Behörde erläuterte: „Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Auftragseingänge theoretisch produzieren müssten, um die vorhandenen Aufträge abzuarbeiten.“ Sie werde als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und mittlerem Umsatz der vergangenen zwölf Monate im betreffenden Wirtschaftszweig berechnet, so das Statistische Bundesamt (Destatis).
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .