Der ehemalige EZB-Chef und frühere Ministerpräsident Italiens Mario Draghi wird 2026 mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet. Das Karlspreis-Direktorium würdigt damit seinen Einsatz für Europa, insbesondere für die Stabilisierung des Euro, sein Handeln in einer schweren Krise seines Heimatlandes und seine Rolle bei der Entwicklung einer Zukunftsagenda für den Kontinent.
Ehrung für Verdienste um Europa
Der frühere EZB-Präsident und italienische Regierungschef Mario Draghi erhält im Jahr 2026 den Karlspreis. Dies gab das Karlspreis-Direktorium am Samstag bekannt.
Damit ehre man eine Persönlichkeit, die „zielgerichtet und mit unerschütterlicher Entschlossenheit Großes für Europa“ geleistet habe, teilte das Karlspreis-Direktorium zur Begründung mit. Dazu gehörten „die Rettung des Euro, die Stabilisierung seines Heimatlandes in schwerster Krise und nun die Formulierung einer Zukunftsagenda für den ganzen Kontinent“, hieß es weiter vom Direktorium.
„Bewusst gesetztes Zeichen“
Die Verleihung des Preises an Draghi sei „ein bewusst gesetztes Zeichen“ für die „dringend notwendige Prioritätensetzung“, so das Karlspreis-Direktorium. Europa müsse „seine wirtschaftliche Stärke erneuern, um seine Zukunft selbstbestimmt gestalten zu können“, erklärte das Direktorium.
Traditionspreis im Krönungssaal
Die Verleihung soll am 14. Mai im Krönungssaal des Aachener Rathauses stattfinden. Der Karlspreis wird seit 1950 in der Regel jährlich an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehen, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben. Benannt wurde der Preis nach Karl dem Großen, der wohl bereits zu Lebzeiten als „Vater Europas“ galt.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .