Deutsche sind im Schnitt in fünf Gruppenchats Mitglied, nutzen aber nur drei davon regelmäßig. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom, für die Menschen ab 16 Jahren in Deutschland befragt wurden. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass viele Nutzer Gruppenchats als hilfreich empfinden, sich zugleich aber von der Nachrichtenflut gestresst fühlen.
Viele Mitgliedschaften, begrenzte Nutzung
Laut der Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom sind insgesamt 63 Prozent der Deutschen Teil von Gruppenchats. Deutsche sind demnach im Durchschnitt in fünf Gruppenchats Mitglied, lesen oder nutzen jedoch nur drei davon regelmäßig. Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren nutzen 72 Prozent solche Gruppenchats am meisten, unter den Ältesten ab 65 Jahren sind es mit 43 Prozent im Altersvergleich am wenigsten.
In nur einem einzigen Gruppenchat sind insgesamt 13 Prozent der Deutschen Mitglied. In zwei bis vier Gruppen ist ein Viertel (25 Prozent) vertreten, in fünf bis neun Gruppen 17 Prozent. In sogar zehn oder mehr Gruppenchats sind acht Prozent der Deutschen.
Zwischen Nutzen und Stress
Grundsätzlich findet eine Mehrheit diese Chats nützlich. Zwei Drittel (66 Prozent) der Nutzer verpassen nach eigenen Angaben dadurch seltener wichtige Termine oder Infos, wie die Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom ergab. Gleichzeitig berichten viele von Belastungen: 63 Prozent der Menschen fühlen sich in Gruppenchats gestresst, wenn viele neue Nachrichten darin auflaufen.
40 Prozent sind manchmal so genervt, dass sie Gruppenchats stummschalten. Ganz auszutreten, trauen sich aber viele dennoch nicht: 45 Prozent haben das Gefühl, Gruppenchats nicht einfach verlassen zu können, selbst wenn sie sie stören.
Details zur Erhebung
Für die Erhebung des IT-Branchenverbandes Bitkom wurden 1.002 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von der 41. bis zur 46. Kalenderwoche 2025 statt.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .