Die Bundestagsfraktion der Grünen plant ein Jugendforum, um die Anliegen junger Menschen stärker in ihre politische Arbeit einzubinden. Ein entsprechendes Konzeptpapier sieht vor, den Austausch mit Kindern und Jugendlichen zu institutionalisieren und ihre Perspektiven bei politischen Entscheidungen systematisch zu berücksichtigen. Über das Papier berichtet der „Stern“.
Grünes Konzept für ein Jugendforum
In dem Konzeptpapier heißt es laut „Stern“: „Das Jugendforum soll den Austausch mit jungen Menschen institutionalisieren und dafür sorgen, dass politische Weichenstellungen in Fragen, die sie direkt betreffen, auf Gesprächen mit ihnen beruhen, nicht auf Annahmen über sie.“ Als Beispiele nennt das Papier die Diskussionen um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, die Debatte um die Einführung der Wehrpflicht, die Stärkung von Chancengerechtigkeit und einen Sozialstaat, der der jungen Generation Sicherheit gebe, dass Leistungsversprechen auch für sie gelten.
Austausch mit Jugendverbänden und Einzelpersonen
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Misbah Khan, die das Papier gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten Denise Loop und Nyke Slawik verfasst hat, sagte dem Magazin „Stern“: „Kinder und Jugendliche sind in unserer Gesellschaft eine Minderheit und zugleich diejenigen, auf deren Schultern die Zukunft unseres Landes lastet.“ Gerade deshalb dürften Entscheidungen über morgen nicht ohne die Stimmen derer getroffen werden, die am längsten mit ihren Folgen leben werden. Weiter sagte Khan dem „Stern“: „Wir wollen sicherstellen, dass junge Menschen nicht das Gefühl haben, über ihre Köpfe hinweg werde Politik gemacht, sondern dass ihre Perspektiven ernsthaft gehört, einbezogen und wirksam berücksichtigt werden.“
Dauerhafte Beratungsstruktur geplant
Laut dem Papier soll die „dauerhafte, unabhängige Beratungsstruktur“ die Bundestagsfraktion der Grünen dabei unterstützen, politische Vorhaben aus Sicht der jungen Generation zu bewerten und zu verbessern. Dabei wolle man sowohl mit Jugendverbänden, Initiativen und Jugendparlamenten zusammenarbeiten, als auch Einzelpersonen einbeziehen. Wichtig sei dabei, dass Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichsten sozialen Lebenslagen und Hintergründen gehört würden.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .