Nach Berichten über sexualisiertes Fehlverhalten, rechtsextreme Ausfälle und Drogenkonsum bei den Fallschirmjägern in Zweibrücken will sich Heeresinspekteur Christian Freuding persönlich ein Bild von der Lage machen. Er wird dazu die Niederauerbach-Kaserne besuchen und sich zudem im Verteidigungsausschuss des Bundestags den Fragen der Abgeordneten stellen.
Heeresinspekteur besucht Kaserne in Zweibrücken
Heeresinspekteur Christian Freuding will nach dem Skandal bei den Fallschirmjägern in Zweibrücken selbst die Situation vor Ort in Augenschein nehmen. Nach Informationen des „Spiegel“ wird er am Montag die Niederauerbach-Kaserne in Zweibrücken besuchen, in der das Fallschirmjägerregiment 26 stationiert ist. Soldatinnen hatten dort von sexualisiertem Fehlverhalten, rechtsextremen Ausfällen und Drogenkonsum berichtet.
Aussprache im Verteidigungsausschuss
Am Mittwoch wird Freuding außerdem den Mitgliedern des Verteidigungsausschusses des Bundestags Rede und Antwort stehen. Abgeordnete des Gremiums sehen ein Problem in der Führung der Truppe.
Forderungen nach besserer Führungsausbildung
SPD-Vizefraktionschefin Siemtje Möller (SPD) sagte dem „Spiegel“: „Zwar werden unsere Soldatinnen und Soldaten fachlich hervorragend ausgebildet, doch insbesondere bei modernen Führungsfähigkeiten bleibt die Ausbildung bisher hinter dem Anspruch zurück, den wir als Gesellschaft an die Bundeswehr haben.“ Aus Möllers Sicht sollte die Bundeswehr ihre Ausbildungskonzepte deshalb weiterentwickeln und menschliche Führungsfähigkeiten deutlich stärker in den Fokus rücken. „Dazu gehört für mich auch ein regelmäßiger Weiterbildungsanteil für Führungskräfte über die gesamte Laufbahn hinweg“, sagte die SPD-Politikerin dem „Spiegel“.
Bislang sind solche Schulungen in der Bundeswehr nicht vorgeschrieben, wenn Soldaten erst einmal den zweijährigen Generalstabslehrgang absolviert haben und damit auf eine Verwendung als militärische Führungspersonen vorbereitet wurden.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .