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Klimaforscher: Klimakonferenzen scheitern, Industrieländer müssen handeln

Der deutsche Klimaforscher Mojib Latif blickt mit Skepsis auf das bevorstehende Ende der UN-Klimakonferenz in Brasilien. Angesichts ausbleibender Emissionsminderungen, geopolitischer Konflikte und der Abwesenheit der USA hält er ambitionierte Ergebnisse für unrealistisch. Zugleich verweist ein aktueller Bericht des UN-Umweltprogramms auf eine deutliche Lücke zwischen den Klimazielen und der tatsächlichen Entwicklung.

Skepsis gegenüber Ergebnis der Klimakonferenz

Der deutsche Klimaforscher Mojib Latif hat sich mit Blick auf das bevorstehende Ende der UN-Klimakonferenz in Brasilien skeptisch zu möglichen Erfolgen gezeigt. „Das Ergebnis der Klimakonferenz wird wieder auf den kleinsten gemeinsamen Nenner hinauslaufen“, sagte Latif der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe).

Latif verwies auf die Erfahrungen mit früheren internationalen Abkommen. „Selbst das umjubelte Abkommen von Paris 2015 hat im Ergebnis keine Abnahme der Emissionen gebracht. Stattdessen sind diese heute auf einem Rekordniveau“, sagte er der „Rheinischen Post“.

Politische Rahmenbedingungen und Rolle kleinerer Formate

Die politischen Voraussetzungen für Fortschritte bei der aktuellen Klimakonferenz seien nach Einschätzung des Wissenschaftlers schwierig. Die Abwesenheit der USA und die vielen Konflikte etwa mit Russland wirkten sich negativ aus. „Die politischen Voraussetzungen seien angesichts der Abwesenheit der USA und der vielen Konflikte etwa mit Russland ’sehr schlecht bei der aktuellen Klimakonferenz'“, so der Wissenschaftler laut „Rheinischer Post“.

Latif plädierte dafür, den Klimaschutz verstärkt in kleineren Runden voranzubringen. „Wichtiger wäre, den Klimaschutz in kleineren Formaten wie den G20- oder G7-Runden voranzutreiben. Da sitzen die großen Emittenten an einem Tisch“, sagte Latif der „Rheinischen Post“.

Warnung vor utopischen Zielen und Hinweis auf Wohlstandssicherung

Mit Blick auf die globalen Temperaturziele äußerte Latif deutliche Zweifel. „Die Erderwärmung bei 1,5 oder sogar nur deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, ist mittlerweile utopisch. Um katastrophale Folgen für die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten zu verhindern, muss Klimaschutz im Kreis der Industrienationen endlich als Wohlstandssicherung begriffen werden“, mahnte der Forscher in der „Rheinischen Post“.

Parallel dazu steigen die weltweiten Emissionen weiter an. 2024 sind die Emissionen um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 57,7 Gigatonnen CO2-Äquivalente gestiegen. Das ist einerseits ein Rekord. Andererseits hat sich zuletzt der Anstieg verlangsamt.

Laut dem „Emissions Gap Report“, den Wissenschaftler für das UN-Umweltprogramm (UNEP) verfasst haben, steuert die Erde aktuell auf 2,8 Grad Celsius Erderhitzung zu. Das ist vom primären Klimaziel, die Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, weit entfernt. Bei der Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens 2015 war die Erde allerdings noch auf einem Pfad von bis zu 3,5 Grad Erhitzung.

Würden die Staaten der Welt ihre Klimaschutzzusagen vollständig umsetzen, könnte die Erderhitzung auf 2,3 bis 2,5 Grad Celsius begrenzt werden. Durch internationale Abkommen und die regelmäßige Überprüfung der Nationalen Klimaschutzbeiträge (NDCs) sollen laut „Emissions Gap Report“ weitere Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel erzielt werden.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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