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SPD drängt Union zu Reform des Ehegattensplittings

Die SPD fordert die Union zu einer Reform des Ehegattensplittings auf und knüpft daran die Erwartung, die Lebensrealitäten moderner Familien stärker zu berücksichtigen. Auslöser ist ein Vorstoß von Familienministerin Karin Prien (CDU), das geltende Modell weiterzuentwickeln. Während die SPD ein zeitgemäßes Familiensplitting befürwortet, halten CDU und CSU im Wahlprogramm grundsätzlich am Ehegattensplitting fest.

SPD dringt auf Reform – Unterstützung für Vorstoß aus der Union

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf unterstrich den Reformbedarf: „Wir müssen mutig sein und gemeinsam in der Koalition eine gute neue Regelung finden, bei der die vielfältigen Lebensrealitäten von Familien heutzutage im Mittelpunkt stehen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben). Die SPD plädiere schon lange für eine Abkehr vom Ehegattensplitting im Steuerrecht. Es sei gut, dass dieser Änderungsbedarf mittlerweile auch in der Union erkannt werde und Familienministerin Prien hierzu einen Vorstoß unternommen habe. „Das Ehegattensplitting fördert ein veraltetes, starres Rollenbild, oft zum Nachteil von Frauen. Für uns ist daher schon lange klar: Wir brauchen stattdessen ein familienfreundliches, zeitgemäßes Familiensplitting für neu geschlossene Ehen. Beide Ehepartner müssen die Möglichkeit haben, ohne steuerlichen Nachteil voll arbeiten zu gehen.“, sagte Klüssendorf dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben). Durch eine Neuregelung dürften keine steuerlichen Nachteile für Familien entstehen, sie sollten im Gegenteil stärker entlastet werden, sagte Klüssendorf.

Wie das Ehegattensplitting wirkt

Beim Ehegattensplitting wird das Einkommen verheirateter Paare addiert und so besteuert, als hätte jeder die Hälfte verdient. Auf diese Weise können die Steuersätze für sehr hohe Einkommen oft deutlich sinken. Das schadet häufig Frauen, weil sie oft weniger verdienen als ihr Partner und ihr zusätzliches Einkommen durch das Splitting mit einem hohen Steuersatz belastet wird, sodass sich Mehrarbeit für sie finanziell weniger auszahlt.

Signale aus der Union und Programmpositionen

Familienministerin Karin Prien (CDU) hatte dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) gesagt, die Union wolle das Ehegattensplitting zu einem Familiensplitting weiterentwickeln. „Ich würde mir an der Stelle manchmal ein bisschen mehr Mut wünschen.“, sagte Prien dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Man dürfe nicht versuchen, „bestimmte Lebensmodelle über das Steuerrecht zu erzwingen.“, sagte Prien dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

Im Wahlprogramm von CDU und CSU heißt es ausdrücklich, man halte am Ehegattensplitting fest. Kinder sollten im Steuerrecht aber künftig stärker berücksichtigt werden. Perspektivisch solle der Kinderfreibetrag „in Richtung des Grundfreibetrags der Eltern“ entwickelt werden, der deutlich höher liegt. Das Kindergeld solle entsprechend angehoben werden. Im Koalitionsvertrag ist von einer Reform des Ehegattensplittings nicht die Rede.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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