Die Parkplatzsuche in Osnabrück soll leichter werden – zumindest für diejenigen, die hier wohnen. Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung neue Regelungen zur Parkraumbewirtschaftung beschlossen. Ziel ist es, den Parkdruck zu verringern und Pendler stärker zum Umstieg auf Bus, Bahn oder Park-and-Ride-Angebote zu bewegen.
Warum die Änderungen nötig sind
Seit Jahren gehört die Suche nach einem freien Parkplatz in Osnabrücks Wohnvierteln zum Alltag. Vor allem Pendlerinnen und Pendler, die ihre Autos stundenlang in den Quartieren abstellen, verschärfen die Situation. Mit den neuen Regeln will die Stadt diese Dauerparker fernhalten und stattdessen mehr Platz für Anwohnerinnen und Anwohner sowie ihre Besucher schaffen.
Weniger Zeit für Fremdparker
Bisher durften Autofahrer in den Bewohnerparkgebieten außerhalb des Wallrings mit Parkscheibe bis zu drei Stunden stehen. Künftig wird die Höchstparkdauer auf zwei Stunden reduziert. Für kurze Erledigungen wie Einkäufe, Arzttermine oder Besuche bleibt damit genug Zeit. Dauerparken oder ständiges Umparken soll hingegen unattraktiver werden.
Längere Bewirtschaftung, klarere Regeln
Auch die Zeiten, in denen Parkscheibenpflicht gilt, werden ausgeweitet: Statt wie bisher von 9:00 bis 19:00 Uhr gilt die Regelung künftig montags bis samstags von 8:00 bis 20:00 Uhr – Feiertage ausgenommen. Die Stadt verspricht sich davon mehr Übersichtlichkeit und eine höhere Chance auf freie Stellplätze für Anwohner, besonders in den Abendstunden.
Gesamtstrategie in Arbeit
Die beschlossenen Anpassungen sind nur ein erster Schritt. Im Rahmen des neuen nachhaltigen urbanen Mobilitätsplans (NUMPOS) will die Stadt Osnabrück das gesamte Parkraummanagement neu aufstellen. Schon jetzt steht aber fest: Wer in Osnabrück länger parken will, wird künftig eher auf Parkhäuser oder Park-and-Ride-Angebote ausweichen müssen.