Fensterfolien gehören zu den Produkten, die im Alltag wenig Beachtung finden, aber in vielen Bereichen nützliche Funktionen erfüllen. Sichtschutz, Hitzeschutz oder Designakzente sind typische Einsatzgebiete. Dass sich hinter dieser eher unauffälligen Produktgruppe eine eigene, digital geprägte Marktentwicklung abspielt, zeigt das Beispiel der Folienmarkt GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Köln betreibt seit 2007 einen Onlineshop für maßgeschneiderte Fensterfolien und gilt damit als Vorreiter in einem Segment, das lange Zeit stark vom stationären Handel geprägt war.
„Als wir 2007 den ersten deutschen Onlineshop für Fensterfolien ins Leben riefen, war die Idee, die Branche zu digitalisieren und unseren Kunden einen schnellen, unkomplizierten Zugang zu individuell zugeschnittenen Lösungen zu bieten“, erklärt Ali Özek, Geschäftsführer der Folienmarkt GmbH. „Heute sehen wir, wie sich die Branche verändert und wie sehr unsere digitale Herangehensweise den Markt geprägt hat.“
Maßanfertigung statt Massenware
Ein zentrales Merkmal des Unternehmens ist der Zuschnitt der Folien nach individuellen Maßangaben. Kunden bestellen die Folien direkt über die Webseite, wo sie neben dem eigentlichen Produkt auch Zubehör und eine Vielzahl an Anleitungen finden. Die Montage erfolgt in der Regel in Eigenregie, wobei Folienmarkt auf eine klare Kommunikation der Montageschritte setzt. Anleitungsvideos und Schritt-für-Schritt-Erklärungen sollen die Anbringung auch ohne Vorkenntnisse ermöglichen.
„Wir setzen auf Transparenz und Einfachheit. Unsere Kunden sollen sich in keinem Moment überfordert fühlen. Deswegen stellen wir eine Vielzahl von Tutorials zur Verfügung, die jeden Schritt der Montage verständlich erklären“, sagt Özek.
Breites Anwendungsspektrum
Zum Sortiment gehören neben klassischen Sichtschutz- und Sonnenschutzfolien auch Produkte für den Einsatz an Fahrzeugen oder Möbeln. Im Pkw-Bereich zählen Tönungs- und Lackschutzfolien zu den nachgefragten Varianten, für den Wohnbereich sind es vor allem Isolier- und Splitterschutzfolien. Die Bandbreite an Materialien und technischen Eigenschaften ist groß. Angaben zur Lichtdurchlässigkeit und zum Hitzeschutz ergänzen die Produktbeschreibungen.
Für größere Flächen oder Projekte mit speziellem Format bietet der Onlineshop zudem Rollenware an. Der direkte Versand ab Werk ermöglicht eine zügige Lieferung. Bestellungen können unter anderem per Amazon Pay, PayPal oder auf Rechnung bezahlt werden.
Do-it-yourself statt Vor-Ort-Montage
Ein auffälliger Bestandteil des Konzepts ist die Ausrichtung auf Selbstmontage. Während vergleichbare Produkte häufig von Fachbetrieben angebracht werden, setzt Folienmarkt auf die Vermittlung von Know-how an Endkunden. Die Webseite enthält einen umfangreichen Ratgeberbereich mit Informationen zur Auswahl und Verarbeitung der verschiedenen Folientypen. Werkzeuge, die für die Montage benötigt werden, sind ebenfalls gelistet und können mitbestellt werden.
„Die Herausforderung bestand darin, unseren Kunden nicht nur Produkte, sondern auch das notwendige Wissen zu vermitteln, damit sie ihre Projekte selbstständig umsetzen können“, sagt Ali Özek. „Unsere DIY-Strategie hat uns geholfen, eine Community von zufriedenen und gut informierten Kunden aufzubauen.“
Beratung und Kundenkontakt über digitale Kanäle
Trotz Onlinefokus bleibt die persönliche Beratung ein Bestandteil des Geschäftsmodells. Interessierte können Fragen telefonisch oder per Chat stellen, auch über soziale Medien wird kommuniziert. Die Beratung erfolgt produktbezogen, häufig geht es um technische Details oder die Eignung bestimmter Folienarten für spezielle Einsatzbereiche.
Der Ansatz, digitalen Service mit praxisnaher Unterstützung zu kombinieren, zeigt sich auch in der Nachbetreuung. Kunden finden auf der Plattform Hinweise zur Pflege der Folien und zur eventuellen Entfernung. Rückmeldungen zu typischen Fehlern bei der Anbringung fließen in die Weiterentwicklung der Anleitungen ein.
Entwicklung mit digitalem Schwerpunkt
Die Folienmarkt GmbH hat sich als Anbieter etabliert, der die Digitalisierung eines vergleichsweise analogen Produkts konsequent umgesetzt hat. Die Prozesse von der Bestellung bis zur Montage sind digital strukturiert, gleichzeitig wird auf Individualisierung gesetzt. Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt die kontinuierliche Erweiterung des Sortiments und der Beratungsangebote.
„Wir haben von Anfang an auf digitale Prozesse gesetzt, um unseren Kunden eine schnelle und reibungslose Erfahrung zu bieten. Heute können wir stolz sagen, dass wir der erste Ansprechpartner für maßgeschneiderte Fensterfolien im Internet sind“, so Özek abschließend.
In einer Branche, in der Produkte oft über Baumärkte oder Fachhändler laufen, stellt die Online-Strategie einen alternativen Weg dar, der offenbar auf Nachfrage stößt. Die Konzentration auf DIY-Kunden, kombiniert mit digitaler Unterstützung, hat der Nische ein eigenständiges Profil gegeben.
