Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sieht eine große Kriegsmüdigkeit in der Ukraine und hält eine Verhandlungslösung mit Russland für notwendig. In einem Gespräch mit der „Bild“ ließ er erkennen, dass Gebietsabtretungen für ihn offenbar nicht ausgeschlossen sind, verwies zugleich aber auf die Zuständigkeit von Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Kriegsmüdigkeit und zerstörte Städte
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sieht eine große Kriegsmüdigkeit in der Ukraine. „Jeder in unserem Staat, in unserem Land ist müde von diesem Krieg“, sagte er der „Bild“ am Freitag in Kiew.
Zu den Folgen sagte Klitschko der „Bild“ weiter: „Leider haben wir für diesen Krieg einen riesigen Preis bezahlt: Die Leben von unseren Patrioten, von unseren Soldaten, von unserer Bürgern. Hunderte von Städten sind zerstört. Ein großer Teil der Ukraine ist von Russland okkupiert.“
Verhandlungslösung und mögliche Gebietsabtretungen
Als Konsequenz daraus plädiert der ehemalige Box-Champion für eine Verhandlungslösung mit Russland. Klitschko sagte der „Bild“: „Wir müssen eine diplomatische Lösung finden.“ Dabei sind für ihn Gebietsabtretungen offenbar nicht ausgeschlossen. Auf entsprechende Forderungen Russlands angesprochen, sagte Klitschko der „Bild“ nur, es sei „viel zu früh darüber zu sprechen“.
Rolle des Präsidenten
Außerdem sei das nicht seine Verantwortung, sondern eine Frage für Präsident Wolodymyr Selenskyj. Klitschko fügte der „Bild“ hinzu: „Er muss schwierige Entscheidungen treffen.“ Denn: „Ein Teil der Menschen wird nie bereit, ein Teil unseres Landes an Russland zu geben.“ Das sagte Klitschko der „Bild“.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .