Am Beginn stand wie so oft eine existenzielle Krise. Die Geschichte hat gezeigt, dass diese oft der Auslöser für disruptive Entwicklungen sein können. So kam es auch im Zuge der weltweiten Finanzkrise der Jahre 2007/2008. Der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers brachte das Finanzsystem an seine Grenzen.
Banken weigerten sich plötzlich die gegenseitig zugesagten Kreditlinien aufrechtzuerhalten, das Vertrauen sackte in sich zusammen. Die folgende Liquiditätskrise konnte nur durch massive staatliche Eingriffe bewältigt werden. Am Ende standen zahllose Pleiten und enorme Staatsschulden.
Eine Spirale ohne Entkommen?
Die Notenbanken begannen in Folge die Leitzinsen nach unten zu drücken, um die Finanzierbarkeit des Systems aufrechtzuerhalten. Doch die nun folgenden 15 Jahre einer Nullzinspolitik schaffte die Kosten für Kredite defacto ab. Damit hielten sich zahlreiche „Zombiefirmen“ am Markt, die unter regulären Bedingungen längst im Zuge einer Bereinigung vom Markt verschwunden wären. Die Vermögen der Bürger schrumpften, Marktgesetze wurden außer Kraft gesetzt.
Diese massiven Manipulationen der freien Marktmechanismen inspirierten den geheimnisvollen Erfinder von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, zur Entwicklung der ersten digitalen Kryptowährung der Welt. Sie wurde explizit als Antwort auf die Eingriffe staatlicher Akteure in die Finanzmärkte erschaffen, um zukünftig lediglich von Angebot und Nachfrage abhängig zu sein.
Die Begrenzung der Geldmenge verhindert Inflation
Dies erreicht Nakamoto mit einer simplen Vorgabe. Er begrenzte die Menge an theoretische möglichen Bitcoins auf 21 Millionen. Ist diese Menge erst einmal erreicht, können nur noch die am Markt befindlichen Münzen gehandelt werden. Das soll das System vor überbordender Inflation schützen, wie es die Welt im sogenannten Fiat-Geldsystem erst vor wenigen Jahren dramatisch erfahren musste.
Mit der Erfindung der Blockchain, also der Technik hinter Bitcoin, erfand Nakamoto gleichzeitig ein Werkzeug, das in der Lage ist, die Finanzwelt zu revolutionieren. Diese kann nicht mehr durch zentrale Akteure, wie etwa Notenbanken, beherrscht oder nach Belieben manipuliert werden. Sie ist transparent und dezentral.
Damit verwirklichte der bis heute anonyme Erfinder von Bitcoin ein System, wie es der österreichischen Schule für Nationalökonomie, schon vor Jahrzehnten vorgeschwebt war. Diese versteht Geld lediglich als weiteres Produkt dessen Preis lediglich von Markgesetzen und nicht von Staaten oder Notenbanken bestimmt werden sollte. Bitcoin gilt also unter seinen Befürwortern als Antwort auf die zahllosen Geldkrisen der letzten Jahrzehnte.
Verschworene Gemeinschaft
Das ist auch mit ein Grund dafür, warum Bitcoin-Anhänger als verschworene Gemeinschaft auftreten. Sie sehen in der Kryptowährung eine Möglichkeit, sich von Staaten und Notenbanken zu emanzipieren und damit gleichzeitig ihr Vermögen vor dem Zugriff von Politikern zu schützen.
Doch der Aufstieg von Bitcoin zu einem anerkannten Asset war lange und erschwerlich. Als die Börsen damit begannen auf die Kryptowährung zu spekulieren, explodierte zwar der Kurs auf fast 20.000 Dollar, nur um wenige Monate später beinahe zu kollabieren. Doch Bitcoin überstand diese Krise und begann sich wieder zu erholen.
Als Zahlungsmethode etabliert
Das lag auch daran, dass immer mehr Wirtschaftsbereiche erkannten, welche Möglichkeiten die Kryptowährung bietet. So etablierte sie sich im Laufe der Zeit zu einer weiteren Zahlungsoption im Netz. Dort nahm und nimmt die Gaming-Branche eine Vorreiterrolle ein. Wie ein Blick auf die Bewertungen der Paysafecard Casinos von Casino.org zeigt, ist dort die Vielfalt an verfügbaren Zahlungsmethoden enorm. Bitcoin wurde schnell ein beliebte Option, um seine digitalen Währungen auch im täglichen Leben einzusetzen.
Digitales Gold?
Die dramatische weltweiten Ereignisse der Jahre 2020 bis 2022 stellten die Krisenfestigkeit von Bitcoin unter Beweis. Schon früh hatten seine Befürworter die Rolle von Bitcoin als digitales Gold behauptet, die Krisen der letzten fünf Jahre zeigte, dass diese Behauptung der Realität stand hält.
Je akzeptierter Bitcoin in der Finanzwelt wurde, desto stärker begann der Kurs der Kryptowährung mit den Entwicklungen an den Aktienmärkten zu korrelieren. Er orientierte sich dabei vor allem an den Tech-Aktien. Doch mittlerweile scheint auch diese immer stärker der Vergangenheit anzugehören.
Bei aller Volatilität des Kurses hat sich Bitcoin in den letzten Monaten als besonders resilient erweisen. Dies wurde angesichts der Zollpolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump sichtbar. Während die Aktienmärkte bei jeder neuen Ankündigung von Zöllen stark nachgaben, hielt sich Bitcoin erstaunlich gut. Die Kryptowährung wechselte seine Rolle hin zu einem Asset, das in Krisenzeiten Vermögen absichert und als Inflationsschutz dient. Ähnlich wie Gold kletterte der Kurs von Bitcoin in nie zuvor gekannt Höhen. Seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte Bitcoin im Mai 2025, als er ein neues Allzeithoch von rund 112.000 Dollar je Bitcoin erreichte.
Institutionelle Anleger setzen auf Bitcoin
Das ist jedoch weniger einen massiven Hype unter Privatanlegern, sondern dem Vertrauen institutioneller Anleger zuzuschreiben. Damit weicht Bitcoin deutlich von jenen Blasen ab, die im Laufe der Jahrzehnte die Finanzwelt immer wieder erschütterte. Private Anleger gelten als wenige krisenresistent und ziehen ihre Mittel rasch von Märkten ab, sollten sie Probleme vermuten.
Bitcoin stützt sich jedoch immer stärker auf institutionelle Anleger. Dies wurde mit der Genehmigung der ersten Bitcoin-Spot-ETFS im Vorjahr in den USA deutlich. Sie bieten ihren Anlegern einfache und schnelle Möglichkeit in Bitcoin zu investieren, denn die ETFs bilden den Kurs der Kryptowährung in Echtzeit nach.
Donald Trump gilt als Befürworter
Die Freigabe dieser ETFs durch die amerikanische Börsenaufsicht, ließ den Kurs von Bitcoin neuerlich anschwellen. Mitten in diesen Boom platzte die Nachricht der Wahl von Donald Trump. Dieser hat seine Ansicht zu Bitcoin geändert und gilt mittlerweile als klarer Befürworter der digitalen Währung.
Kein Wunder also, dass Trump rasch eine Deregulierung und den Aufbau einer strategischen Reserve in den USA ankündigte. Diese Maßnahmen tragen ebenso zum Bitcoin-freundlichen Klima bei, wie der Zustrom frischen Kapitals zu den Bitcoin-ETFs. Damit sind die Zukunftsaussichten für Bitcoin aktuell so rosig, wie noch nie zuvor in seiner mittlerweile 17-jährigen Geschichte. Daher gehen zahlreiche Kurs-Prognosen derzeit davon aus, dass Bitcoin im Jahr 2025 weiterhin deutlich an Wert gewinnen wird.
