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Weniger Verkehrstote 2024, Zahl der Verletzten bleibt hoch

Im Jahr 2024 sind in Deutschland 2.770 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen. Damit lag die Zahl der Verkehrstoten unter dem Niveau des Vorjahres und auf einem ähnlichen Stand wie 2022, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch nach endgültigen Ergebnissen mitteilte. Die Zahl der Verletzten blieb nahezu konstant, während die Zahl der bei Alkoholunfällen Getöteten und Schwerverletzten weiter rückläufig ist.

Leicht rückläufige Unfallzahlen und Verletzte

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr im Jahr 2024 mit rund 365.000 nur knapp unter dem Vorjahresniveau von 366.600. Von den Verletzten wurden rund 314.400 Menschen leicht (2023: 313.700) und etwa 50.600 schwer (2023: 52.900) verletzt. Die Zahl der Schwerverletzten erreichte damit den niedrigsten Wert seit 1991, als erstmals zwischen Schwer- und Leichtverletzten unterschieden wurde. Durchschnittlich starben im Jahr 2024 täglich acht Menschen infolge eines Verkehrsunfalls, 138 Menschen erlitten schwere und 859 leichte Verletzungen, so Destatis.

Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Unfälle lag 2024 mit rund 2,51 Millionen knapp unter dem Wert von 2023 (2,52 Millionen, -0,3 Prozent). Bei 2,22 Millionen Unfällen handelte es sich um reine Sachschäden (-0,3 Prozent), während bei 291.000 Unfällen Personen verletzt oder getötet wurden (-0,4 Prozent).

Alkoholunfälle und deren Folgen

Die Zahl der Unfälle mit mindestens einer alkoholisierten unfallbeteiligten Person lag laut Destatis im Jahr 2024 bei 35.100 und damit leicht unter dem Vorjahreswert (37.200). Damit erreichte die Zahl wieder das Niveau der Jahre 2014 bis 2019, nachdem in den Corona-Jahren 2020 und 2021 jeweils weniger als 33.000 solcher Unfälle registriert wurden. Im Schnitt kam es 2024 alle 15 Minuten zu einem Unfall unter Alkoholeinfluss. Insgesamt starben bei Verkehrsunfällen im Zusammenhang mit Alkohol 198 Menschen, 17.800 wurden verletzt. Da Unfälle häufig auf mehrere Ursachen zurückzuführen sind, gehen Alkoholunfälle oft auch mit anderem Fehlverhalten wie zu schnellem Fahren oder Missachtung der Vorfahrt einher, wie Destatis betonte.

Unfallorte und betroffene Gruppen

Die Mehrheit der polizeilich registrierten Unfälle ereignete sich auch 2024 innerorts, wie Destatis weiter mitteilte. Rund drei Viertel (74 Prozent) der Unfälle wurden innerhalb von Städten und Dörfern verzeichnet. Hier wurden auch rund zwei Drittel aller Verletzten (65 Prozent) registriert, ein Viertel (26 Prozent) auf Landstraßen und rund ein Zehntel (9 Prozent) auf Autobahnen.

Die meisten Verkehrstoten wurden 2024 außerorts gezählt, was laut Destatis unter anderem auf die höheren Geschwindigkeiten und zusätzliche Risiken wie mangelnde Trennung zum Gegenverkehr und ungeschützte Hindernisse auf Landstraßen zurückzuführen sei. 57 Prozent der Getöteten kamen auf Landstraßen ums Leben, 33 Prozent innerorts und 10 Prozent auf Autobahnen. Absolut betrachtet starben auf Landstraßen 1.571 Personen, etwa 96.500 Menschen wurden verletzt. Die meisten davon waren Pkw-Insassen (54 Prozent aller Getöteten und 68 Prozent aller Verletzten auf Landstraßen). Auf Autobahnen verloren 284 Menschen ihr Leben, darunter 169 Pkw-Insassen und 54 Insassen von Güterkraftfahrzeugen wie Lkw oder Sattelzugmaschinen.

Innerhalb von Ortschaften starben im Jahr 2024 laut Destatis 915 Menschen. 62 Prozent davon waren mit dem Fahrrad (278 Getötete) oder zu Fuß (292 Getötete) unterwegs. Etwa ein Drittel der innerorts auf Fahrrädern Getöteten kam auf einem E-Bike ums Leben (100 Personen), rund zwei Drittel auf einem Fahrrad ohne Elektroantrieb (178). E-Scooter-Unfälle sind ebenfalls überwiegend ein innerörtliches Phänomen: 23 der insgesamt 27 tödlich verunglückten E-Scooter-Nutzer kamen innerhalb von Ortschaften ums Leben. Ihr Anteil an allen innerorts Getöteten lag bei 2,5 Prozent.

Unfallursachen und besondere Risikogruppen

Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt laut Destatis die häufigste Ursache für tödliche Verkehrsunfälle. 30 Prozent aller Verkehrstoten und 13 Prozent aller Verletzten kamen 2024 bei Unfällen ums Leben, bei denen mindestens eine beteiligte Person zu schnell fuhr (843 Getötete, 48.600 Verletzte). In jeweils 15 Prozent der Unfälle mit Personenschaden wurde nicht ausreichender Abstand oder Missachtung der Vorfahrt als Ursache festgestellt.

Besonders auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren eine Hauptursache: 43 Prozent der dort Getöteten (121 Personen) starben bei Geschwindigkeitsunfällen. Auf Landstraßen lag der Anteil bei 34 Prozent (541 Getötete), innerorts bei 20 Prozent (181 Getötete).

Im Jahr 2024 starben 53 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr, nach 44 im Vorjahr. Die Zahl der verletzten Kinder lag wie 2023 bei 27.200. Statistisch gesehen wurde im Jahr 2024 alle 19 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt. 21 Kinder kamen als Pkw-Insassen ums Leben, ebenso viele zu Fuß, acht mit dem Fahrrad.

Die Zahl der bei Unfällen verletzten Senioren ab 65 Jahren stieg 2024 auf 53.600 (2023: 52.000). Auch die Zahl der Getöteten dieser Altersgruppe erhöhte sich um 30 auf 1.101. Damit stellten Senioren 40 Prozent der Verkehrstoten in diesem Jahr. Die meisten Senioren (434) kamen als Pkw-Insassen ums Leben, 135 mit einem Pedelec und 150 mit einem Fahrrad ohne Motor.

durch KI bearbeitet, .


 
mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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